Hörakustikermeister/Hörakustikermeisterin/Bachelor Professional im Hörakustiker-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in Hörakustik · Meister/in im Hörakustiker-Handwerk · Hörgeräteaktustikermeister/in. (bis 2022)
Über den Beruf
Hörakustikermeister/innen führen Betriebe, planen Arbeitsabläufe, leiten Teams und bilden Nachwuchskräfte aus. Sie kalkulieren Angebote, verhandeln mit Lieferanten und überwachen Kosten. In der Kundenberatung erheben sie audiometrische Daten, bestimmen Resthörfähigkeiten und wählen geeignete Hör- oder Assistenzsysteme. Sie programmieren die Geräte, fertigen passgenaue Otoplastiken, führen Hörtrainings sowie Audiotherapien durch und nutzen dafür moderne Verfahren wie 3-D-Scanning oder Remote-Fitting. Bei komplexen Fällen nehmen sie schwierige Ohrabformungen selbst vor und justieren die Elektronik am Computer. Zusätzlich verantworten sie Qualitätsmanagement, Marketing und Vertrieb, analysieren betriebliche Kennzahlen und entscheiden über Investitionen in neue Messgeräte oder Modellierungssoftware. Als Selbstständige entwickeln sie Geschäftsstrategien und prüfen den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Fachgeschäfts.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Gesellenprüfung als Hörakustiker/in
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Hörakustiker-Handwerk
- Alternativ Validierungsverfahren zum Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Hörakustikermeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.248 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.573 € und 5.169 €.
Wie lange dauert die Meisterfortbildung zum/zur Hörakustikermeister/in?
Die Dauer ist nicht einheitlich, weil sie vom Bildungsanbieter, der Unterrichtsform und deinem Lerntempo abhängt. Es gibt kompakte Vollzeitkurse ebenso wie berufsbegleitende Teilzeitlehrgänge. Erkundige dich deshalb direkt bei der jeweiligen Meisterschule, welche Variante zu deinem Zeitplan passt.
Ist der Beruf als Hörakustikermeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich wenig belastend, er fordert aber eine einwandfreie Funktion von Armen und Händen für präzise Feinarbeiten. Beim Abformen des Ohres oder beim Justieren winziger Bauteile musst du sehr genau und sicher greifen können.
Wie sind die Berufsaussichten als Hörakustikermeister/in?
Die Berufsaussichten als Hörakustikermeister/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040; nur die Altersabgänge fallen etwas geringer aus als in anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Hörakustikermeister/in?
Moderne Hörakustikbetriebe erwarten sichere Kenntnisse im 3-D-Laserscanning und in 3-D-Simulationen, um Otoplastiken digital zu modellieren. Auch der Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen für Abrechnungen und Qualitätsnachweise gehört dazu. Zusätzlich solltest du vernetzte Hörsysteme und Wearable-Technologien erklären und konfigurieren können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Hörakustikermeister/in?
Im Arbeitsalltag wechselst du zwischen Kundenkontakt, Präzisionsarbeiten und betriebswirtschaftlichen Aufgaben. Du arbeitest mit audiometrischen Messgeräten, an Werkbänken, am Bildschirm und in Verkaufs- oder Büroräumen. Verantwortung trägst du sowohl für Mitarbeitende als auch für hochwertige Technik und Lagerbestände.
Kann man sich als Hörakustikermeister/in selbstständig machen?
Ja. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Hörakustikbetrieb eröffnen und selbstständig führen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Hörakustikermeister/innen?
Zur fachlichen Vertiefung bieten sich Kurse in Hörgeräteakustik oder Computer Aided Design (CAD) an. Solche Seminare halten dich technisch auf dem neuesten Stand und erweitern dein Dienstleistungsangebot, etwa durch passgenauere Otoplastiken.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Hörakustikermeister/innen?
Für den nächsten Karriereschritt kannst du die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung ablegen oder den Titel Internationale/r Meister/in erwerben.
