Glasermeister/Glasermeisterin/Bachelor Professional im Glaser-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in im Glaserhandwerk · Meister/Meisterin des Glaserhandwerks ·
Über den Beruf
Glasermeister/innen planen und steuern Verglasungs- sowie Fassadenaufträge, beraten Kundschaft und kalkulieren die Kosten. Sie erstellen Entwürfe, Skizzen und CAD-Zeichnungen, wählen Glasarten und Beschläge aus und berücksichtigen Dämm-, Schall- oder Sicherheitsanforderungen. Für jedes Projekt organisieren sie Personal, Maschinen und Material, verhandeln mit Lieferanten und achten auf Termine und Budget. Während Fertigung und Montage führen sie Qualitätskontrollen durch, analysieren Mängel und dokumentieren Ergebnisse digital. Sie leiten Fachkräfte und Auszubildende an, überwachen Arbeitsschutz- und Umweltvorschriften und setzen Apps für Aufmaß, BIM-Modelle oder CAM-gesteuerte Schleifanlagen ein. Energieeffiziente Fenster, smarte Glaselemente oder Restaurierungen historischer Kunstverglasungen zählen ebenso zu ihren Aufgaben wie Rechnungsstellung, Nachkalkulation und die Pflege von Geschäftsbeziehungen. Am Ende übergeben sie fachgerecht eingebaute Fenster, Türen oder Fassaden aus Glas.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. Gesellenprüfung als Glaser/in oder Glasveredler/in
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Glaser-Handwerk
- Vorgeschriebene berufliche Vorbildung oder Praxis im Glaser-Handwerk nachweisen
- Alternativ können berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten ggf. durch ein Validierungsverfahren nachgewiesen werden
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Glasermeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.436 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.737 € und 5.278 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Glasermeister/in?
Die Meistervorbereitung hat keine feste Laufzeit. Sie kann je nach Bildungsanbieter, Unterrichtsform (Vollzeit, Teilzeit oder Blended Learning) und deinem Lerntempo mehrere Monate bis hin zu über einem Jahr in Anspruch nehmen.
Ist der Beruf als Glasermeister/in körperlich anstrengend?
Ja, der Beruf fordert einiges an Kondition. Glasfassaden werden oft in unbequemen Haltungen oder auf Gerüsten montiert, wofür du schwindelfrei sein und Rücken, Arme sowie Hände kräftig einsetzen musst.
Wie sind die Berufsaussichten als Glasermeister/in?
Die Berufsaussichten als Glasermeister/in sind ausgeglichen. Ein hoher Fachkräftemangel macht offene Stellen schwer zu besetzen – gut für Jobsuchende. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Langfristig schrumpft die Beschäftigung im Glaserhandwerk bis 2040, was den Wettbewerb etwas erhöhen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Glasermeister/in?
Digitale Tools gehören inzwischen zum Alltag. Du solltest Apps für Aufmaß und Planung, BIM-Software zur Baustellendokumentation, CAM-gesteuerte Maschinen und Dokumentenmanagementsysteme sicher bedienen können. Auch der Umgang mit Cobots, Augmented-Reality-Brillen oder smarten Glastechnologien wird wichtiger.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Glasermeister/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Baustelle und Büro. Du trägst bei Montagen Schutzkleidung, arbeitest teils in Zwangshaltungen und übernimmst Verantwortung für Personal sowie Kundenkontakte, während Kalkulationen und Planungen am Bildschirm erledigt werden.
Kann man sich als Glasermeister/in selbständig machen?
Ja, nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Glaserei- oder Glasveredlerbetrieb gründen und Aufträge eigenverantwortlich abwickeln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Glasermeister/innen?
Du kannst dich fachlich in Glaserei, Fenster- und Türenbau, Treppen- oder Fassadenbau weiterqualifizieren. Kurse zur Glas- und Keramikverarbeitung oder zu CAD-Systemen helfen dir, technische Entwicklungen up to date zu halten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Glasermeister/innen?
Für den nächsten Karriereschritt bieten sich vor allem betriebswirtschaftliche oder internationale Zusatzqualifikationen an, etwa der Abschluss als Betriebswirt/in (HwO) oder Internationale/r Meister/in.
