Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie (Master)
Auch bekannt als: Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/-psychologin · Health psychologist (m/f)
Über den Beruf
Gesundheits- und Rehabilitationspsycholog/innen entwickeln individuelle Therapien, begleiten Rehabilitationsprozesse und fördern gesundheitsbewusstes Verhalten. Nach fundierter Diagnostik mit psychometrischen Verfahren planen sie Verhaltens-, Gesprächs- oder Familientherapie und passen Arbeitsplatz oder Wohnumfeld mit dem Team an. Sie konzipieren betriebliche Trainings zur Stressprävention, leiten Gruppenprogramme für chronisch Erkrankte und prüfen deren Wirksamkeit durch Datenanalysen. Dabei verfassen sie Gutachten, dokumentieren Befunde elektronisch und moderieren interdisziplinäre Fallbesprechungen. Masterabsolvent/innen übernehmen Projekt- oder Teamleitung, schulen Fachkräfte und forschen an neuen Diagnose- und Interventionstechniken, etwa im Affective Computing oder Game Based Learning. Über Videosprechstunden betreuen sie Klient/innen auch aus der Ferne und erleichtern so die Rückkehr in Alltag und Beruf.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen7
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Ggf. Englischkenntnisse
- Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.088 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region sind zwischen 4.000 € und 6.387 € möglich.
Wie sind die Berufsaussichten als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Die Berufsaussichten als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Feld wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern zugutekommt. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Bis 2040 finden Arbeitgeber jedoch schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig zunimmt.
Welche digitalen Skills braucht man als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Digitale Kompetenz ist vor allem für Online-Beratung und Dokumentation gefragt. Du solltest dich mit Video-Sprechstunden auf digitalen Sozialplattformen, Dokumenten- und Formularmanagementsystemen sowie Game-Based-Learning-Programmen auskennen. Auch erste Einblicke in Affective Computing oder die Beratung zu intelligenten Prothesen können je nach Einsatzfeld nützlich sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Die Tätigkeit ist verantwortungsvoll und emotional fordernd. Du triffst täglich auf Menschen mit belastenden Krankheits- oder Unfallgeschichten und musst sensible Entscheidungen professionell begleiten. Teamabsprachen und Bildschirmarbeit wechseln sich mit Gesprächen in Behandlungs-, Schulungs- oder Büroräumen ab.
Womit arbeitet man als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Unterlagen wie Patientenakten, Interview- und Testbögen, Rehabilitationskonzepte sowie Fachpublikationen. Im Büro nutzt du PC, Internetzugang und Telefon, um Gutachten zu verfassen, Analysen zu erstellen und Termine zu koordinieren.
Kann man sich als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in selbständig machen?
Eine selbständige Tätigkeit ist möglich. Du kannst freiberuflich als Sachverständige/r, Berater/in oder Persönlichkeitstrainer/in arbeiten oder sogar eine eigene Rehabilitationspraxis beziehungsweise Klinik gründen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Das Angebot reicht von kurzen Fachseminaren bis zu mehrmonatigen Lehrgängen. Gefragte Themen sind Gesundheitsberatung, spezialisierte Therapieformen, Dokumentationstechniken oder soziale Beratungsarbeit. Solche Kurse helfen dir, neue Zielgruppen zu erschließen oder leitende Aufgaben zu übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gesundheits- und Rehabilitationspsychologe/in?
Für Spitzenpositionen in Forschung und Lehre wird häufig eine Promotion verlangt. Eine anschließende Habilitation kann den Weg zur Professur ebnen. Wer in der Praxis bleiben möchte, qualifiziert sich über Management-Weiterbildungen für die Leitung von Therapieabteilungen oder Reha-Kliniken.
