Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)
Auch bekannt als: Werkschutzfachkraft · Security officer (m/f)
Über den Beruf
Geprüfte Schutz- und Sicherheitskräfte (IHK) sichern Personen, Werte und Anlagen vor Einbruch, Werkspionage oder Übergriffen. Sie analysieren Gefährdungen, erstellen Sicherungskonzepte und setzen Technik wie Videoüberwachung, Bewegungs- und Rauchmelder oder Drohnen ein. Regelmäßige Kontrollgänge, Zutrittskontrollen sowie Gepäck- und Personenkontrollen an Flughäfen, Bahnhöfen oder bei Veranstaltungen gehören zum Alltag. Im Veranstaltungsdienst halten sie Fluchtwege frei, steuern Besucherströme und erteilen bei Bedarf Platzverweise. In Alarmzentralen überwachen sie Gebäude rund um die Uhr, verifizieren eingehende Meldungen und koordinieren Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst. Beim Werttransport fahren sie gepanzerte Fahrzeuge und übergeben Bargeld oder Wertpapiere nach festgelegten Sicherheitsprotokollen. Im Personenschutz begleiten sie Politiker/innen, Künstler/innen oder Manager/innen und wehren Angriffe mit Deeskalationstechniken oder körperlicher Abwehr ab. Sämtliche Vorfälle dokumentieren sie vollständig und sichern Beweise für Ermittlungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- I.d.R. Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
- Zusätzlich mind. 2 Jahre Berufstätigkeit in der Sicherheitswirtschaft
- Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis, davon 3 Jahre in der Sicherheitswirtschaft
- Zusätzlich Mindestalter 24 Jahre
- Zusätzlich Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses, nicht älter als 2 Jahre
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.315 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Einsatzbereich und Region kannst du zwischen 2.782 € und 3.956 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)?
Die Dauer ist nicht bundesweit einheitlich geregelt. Je nach Bildungsträger sowie Voll-, Teilzeit- oder Fernunterricht brauchst du wenige Monate bis über ein Jahr – genaue Angaben bekommst du bei der jeweiligen Akademie.
Ist der Beruf als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK) körperlich anstrengend?
Ja, der Job verlangt eine robuste Gesundheit und gute Beweglichkeit. Du musst auf Streifengängen bei jedem Wetter fit sein, Personen notfalls mit Nahkampftechniken überwältigen und schwere Transportkisten verladen können.
Wie sind die Berufsaussichten als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis dahin wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt also ab. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden schnell besetzt, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)?
Du arbeitest häufig mit vernetzter Sensorik und Gebäudetechnik, überwachst Areale per Drohne oder Video und planst Routen mithilfe digitaler Karten. Kenntnisse in Predictive Analytics, E-Ticketing-Systemen oder Wearables wie Datenbrillen verschaffen dir dabei einen klaren Vorsprung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)?
Du trägst hohe Verantwortung für Menschen und Sachwerte, arbeitest oft im Schichtdienst und musst zahlreiche Gesetze und Vorschriften einhalten. Enger Körperkontakt bei Kontrollen, das Tragen von Schutzkleidung oder Schusswaffen sowie Arbeiten im Freien oder in Alarmzentralen gehören zum Alltag.
Kann man sich als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK) selbständig machen?
Ja, viele Sicherheitskräfte gründen ein eigenes Wach- oder Sicherheitsunternehmen. Unterstützung und Informationen zur Existenzgründung bietet zum Beispiel der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Schutz- und Sicherheitskräfte (IHK)?
Du kannst dich gezielt in Bereichen wie Objektschutz, Personenschutz, Veranstaltungsschutz, Brandmeldetechnik oder Geld- und Werttransport fortbilden. Schulungen zur Sicherheitsbeauftragten- oder Fachkraft sowie Kurse zu Deeskalation und Einsatzrecht vertiefen dein Profil weiter.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)?
Ein beliebter nächster Schritt ist die Meisterprüfung für Schutz und Sicherheit – damit qualifizierst du dich für Leitungsfunktionen. Zusätzlich kannst du über ein Bachelor- oder Masterstudium in Sicherheitsmanagement oder Sicherheitstechnik in strategische oder beratende Positionen wechseln.
