Geografie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Geografie (Master)

Auch bekannt als: Geograf/in · Geographer (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Bibliotheksräumen · vor Ort, z.T. im Freien, z.B. bei Ortsterminen und Begehungen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge136

Über den Beruf

Geograf/innen erforschen Klima, Landschaften und das Wechselspiel zwischen Mensch und Umwelt. Im Gelände nehmen sie Boden- und Klimadaten auf, werten Satellitenbilder oder Drohnenaufnahmen aus und übertragen die Informationen in Geoinformationssysteme. Dort modellieren sie Verkehrsnetze, Siedlungsstrukturen oder Wasserhaushalte, erkennen Risiken durch Klimawandel und formulieren Handlungsempfehlungen. In Raum- und Umweltplanung entwerfen sie Konzepte für neue Wohngebiete, Energieprojekte oder Schutzgebiete und erstellen Gutachten für Verwaltungen und Unternehmen. An Hochschulen lehren sie, akquirieren Forschungsgelder und präsentieren Ergebnisse auf Tagungen. Sie bereiten digitale Karten, 3-D-Simulationen und Fachartikel auf und beraten Bürger, Betriebe oder Organisationen. Ihre Analysen fließen direkt in Stadt- und Regionalplanung, Umweltgutachten oder Marktforschung ein.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Geografie
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Geograf/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.312 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 4.293 € und 6.634 € verdienen. Arbeitgeber im öffentlichen Dienst orientieren sich häufig an Tarifgruppen, während in der Privatwirtschaft projektabhängige Zuschläge möglich sind.

Ist der Beruf als Geograf/in körperlich anstrengend?

Der Arbeitsalltag ist überwiegend geistig, doch ganz ohne körperliche Eignung geht es nicht. Für Geländearbeit musst du Bodenproben entnehmen können, dafür sind funktionsfähige Arme und Hände nötig. Außerdem brauchst du gutes Sehvermögen in die Ferne, um Strukturen im Gelände oder an Messinstrumenten sicher zu erkennen.

Wie sind die Berufsaussichten als Geograf/in?

Die Berufsaussichten als Geograf/in sind gut. Die Beschäftigung in dem Berufsfeld wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, offene Stellen zu besetzen – das verbessert deine Chancen bei Bewerbungen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Unternehmen länger nach passendem Personal suchen.

Welche digitalen Skills braucht man als Geograf/in?

Der Beruf setzt stark auf digitale Werkzeuge. Du solltest sicher mit Geoinformationssystemen umgehen und digitale topografische Karten aktualisieren können. Erfahrung mit 3-D-Laserscanning, Drohnentechnik oder automatisierter Bilderkennung verschafft dir Pluspunkte, wenn es um Geländeaufnahmen und Datenanalysen geht. In der Lehre sind zudem Blended-Learning-Formate und interaktive Tafeln gefragt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Geograf/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Lehrsaal und Außeneinsatz. Längere Bildschirmphasen bei der Kartenerstellung gehören ebenso dazu wie Präzisionsarbeit an GIS-Software. Wer in der Lehre tätig ist, trägt Verantwortung für Studierende, bei Gutachten wiederum für hohe Sachwerte. Ortstermine im Freien können körperlich fordernd sein, gleichen aber die viele Schreibtischarbeit aus.

Womit arbeitet man als Geograf/in?

Zum Handwerkszeug gehören vor allem Geoinformationssysteme, Vermessungsgeräte und umfangreiche Planungsunterlagen. Im Gelände nutzt du GPS-gestützte Messinstrumente, im Büro arbeitest du mit Rechner, Beamer und Telefon. Für Analysen liegen dir Luftbilder, digitale Karten und rechtliche Vorgaben wie Flächennutzungspläne vor, die du zu Gutachten zusammenführst.

Kann man sich als Geograf/in selbständig machen?

Ja, eine spätere Selbstständigkeit ist möglich. Viele Geograf/innen arbeiten als Gutachter/innen, Projektleiter/innen oder Berater/innen und übernehmen Aufträge von Ingenieur- und Planungsbüros, Energiefirmen, Verbänden oder Behörden. Wichtig ist dabei ein belastbares Netzwerk und fundierte Kenntnisse im Projekt- und Finanzmanagement.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Geograf/in?

Nach dem Studium kannst du dich fachlich breiter aufstellen. Beliebte Weiterbildungen drehen sich um Geowissenschaften, Geoinformationssysteme, Stadt- und Regionalplanung oder Umwelt- und Naturschutz. Wer in Behörden arbeitet, profitiert häufig von Kursen im Umweltrecht, während in der Forschung Schulungen zu neuen Analysemethoden gefragt sind.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Geograf/in?

Nach dem Master eröffnet dir vor allem eine Promotion neue Karrierepfade. Mit einem Doktortitel kannst du leitende Positionen in Forschungseinrichtungen, Behörden oder Unternehmen übernehmen. Wer an der Hochschule bleiben will, strebt danach häufig eine Habilitation an, die den Weg zur Professur ebnet.

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