Gartengestalter/Landschaftsgestalter / Gartengestalterin/Landschaftsgestalterin
Auch bekannt als: Landscape planner (m/f)
Über den Beruf
Gartengestalter/innen und Landschaftsgestalter/innen entwerfen Außenanlagen, gestalten Privatgärten und öffentliche Parks. Zu Beginn prüfen sie die Bodenbeschaffenheit, vermessen das Gelände oft mit GPS oder Drohnenaufnahmen und klären Wünsche, Budget sowie Umweltauflagen mit den Auftraggebenden. Aus den Daten entstehen CAD-Pläne, Kostenkalkulationen und Angebote. Danach formen sie das Terrain: Sie entwässern oder planieren Flächen, bringen Mutterboden auf, legen Teiche, Wege, Mauern und Terrassen an und pflanzen Bäume, Sträucher sowie Stauden. Auch Rollrasen verlegen und Pergolen errichten gehört dazu. Während der Bauphase übernehmen sie die Bauleitung, steuern Maschinen und Material und kontrollieren die Ausführung. Nach Fertigstellung erstellen sie genaue Aufmaße, erstellen Rechnungen oder stellen große Landschaftskonzepte öffentlich vor, etwa für kommunale Parkprojekte.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für diese Tätigkeit wird oft eine Weiterbildung im Garten- und Landschaftsbau oder ein passendes Studium vorausgesetzt.
Zugangswege
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Gartengestalter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.144 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung kannst du zwischen 2.651 € und 3.994 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Gartengestalter/in?
Die Berufsaussichten als Gartengestalter/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 – Arbeitgeber suchen länger nach geeignetem Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gartengestalter/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Außenterminen und Baustelle. Du erstellst am Rechner CAD-Pläne, berätst Kundschaft und bist draußen bei Hitze, Kälte oder Nässe, um Gelände zu prüfen oder Pflanzarbeiten zu überwachen. Dabei musst du zahlreiche Umwelt- und Naturschutzvorgaben einhalten.
Womit arbeitet man als Gartengestalter/in?
Zum Einsatz kommen lebendige Materialien wie Rasen, Bäume und Stauden sowie Baustoffe wie Natursteine, Beton oder Holz. Auf der Baustelle nutzt du Transportfahrzeuge, Traktoren, Planierraupen und Handwerkzeuge wie Spaten oder Harken. Im Büro brauchst du PC, CAD-Software und detaillierte Aufmaßunterlagen, um Mengen zu berechnen und Angebote zu erstellen.
Kann man sich als Gartengestalter/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele Gartengestalter/innen gründen ein eigenes Planungs- und Ingenieurbüro oder übernehmen einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Auch eine Tätigkeit als unabhängige/r Sachverständige/r für Landespflege oder Gartenbau kommt infrage.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Gartengestalter/in?
Fachlich kannst du dich in Landschaftsarchitektur, Garten- und Landschaftsbau oder Bauleitung weiterbilden. Lehrgänge in Vermessungstechnik, Projektmanagement oder Baurecht verschaffen dir zusätzliche Kompetenzen und können dein Honorar steigern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gartengestalter/in?
Mit einem Masterabschluss in Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau oder Stadt- und Regionalplanung kannst du komplexe Großprojekte verantworten. Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, hat die Option zur Promotion in Gartenbau oder Landschaftsökologie. Darüber hinaus sind leitende Positionen in Planungsbüros oder der öffentlichen Verwaltung erreichbar.
