Foodstylist/Foodstylistin
Über den Beruf
Foodstylist/innen inszenieren Speisen für Foto- und Filmaufnahmen. Sie wählen Rezepte, besorgen frische Zutaten oder fertigen täuschend echte Dummys an, wenn echtes Eis oder Früchte vor der Kamera zerfallen würden. In der Küche garen sie punktgenau, richten jedes Detail mit Pinzette und Zahnstocher an und kombinieren Geschirr, Besteck und Dekoration zum gewünschten Look. Während des Shootings halten sie Kräuter frisch, ersetzen welke Blätter und stimmen Perspektive, Licht und Farben eng mit Fotograf/innen oder Kamerateams ab. Häufig entwickeln sie eigene Gerichte und schreiben Rezepte für Kochbücher, Magazine oder Online-Plattformen. Viele arbeiten projektweise für Verlage, Werbe- und Filmagenturen und kalkulieren Einkauf und Budget eigenständig. Das Ergebnis sind Bilder, bei denen das Essen so appetitlich wirkt, dass man es sofort probieren möchte.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsweg erforderlich. Vorteilhaft kann jedoch eine Ausbildung in der Gastronomie sein, z.B. als Koch bzw. Köchin oder Konditor bzw. Konditorin.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Foodstylist/in?
Als Foodstylist/in liegt das Gehalt typischerweise bei 2.570 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Auftragslage und Region bewegt es sich ungefähr zwischen 2.143 € und 3.104 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Foodstylist/in?
Die Berufsaussichten als Foodstylist/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Jobs frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Foodstylist/in?
Foodstylist/innen arbeiten abwechselnd in heißen Küchen, klimatisierten Studios und am Schreibtisch. Häufig tragen sie Schürzen, Handschuhe oder Kopfbedeckungen und hantieren mit scharfen Messern, heißen Pfannen sowie Dämpfen. Auch Bildschirmarbeit gehört dazu, etwa für Rezepttexte und Zeitpläne.
Womit arbeitet man als Foodstylist/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Rezepte, Einkaufslisten und Zeitpläne genauso wie frische Zutaten, Gewürze und Lebensmittelfarben. In der Küche kommen Herde, Fritteusen, Rühr- und Knetmaschinen sowie Messer, Pfannen und Temperaturfühler zum Einsatz. Für die finale Inszenierung nutzt du Geschirr, Tischwäsche, Dekoration und gelegentlich Dummys aus Holz, Gips oder Knetmasse.
Kann man sich als Foodstylist/in selbständig machen?
Ja, viele Foodstylist/innen arbeiten freiberuflich. In diesem Fall akquirierst du eigenständig Aufträge, kalkulierst Einkauf und Honorar und betreust Kunden wie Buch- oder Zeitschriftenverlage sowie Werbe- und Filmagenturen direkt.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Foodstylist/in?
Fachkurse in Kochen, Produktgestaltung oder Fototechnik vertiefen dein handwerkliches Können. Ergänzend bringen Workshops in Journalistik, Publizistik, Marketing oder Verlagswesen Pluspunkte, wenn du Rezepttexte schreiben oder Kampagnen mitgestalten möchtest.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Foodstylist/in?
Mit Berufspraxis kannst du dich zum/zur Küchenmeister/in oder Konditormeister/in weiterqualifizieren und Führungsaufgaben in Test- oder Versuchsküchen übernehmen. Kaufmännisch orientierte Wege führen über Weiterbildungen zum/zur Fachwirt/in Marketing oder Betriebswirt/in Marketingkommunikation. Außerdem eröffnen dir ein Bachelor- oder Masterstudium in Journalistik, Werbung oder Marketingkommunikation Chancen in Redaktionen und Agenturen.
