Flugdienstberater/Flugdienstberaterin
Auch bekannt als: Flight Operation Officer (m/f) · Flight dispatcher (m/f)
Über den Beruf
Flugdienstberater und Flugdienstberaterinnen planen jeden Linien- oder Charterflug bis ins Detail. Sie wählen anhand digitaler Karten die optimale Route, kalkulieren Flughöhen, Start- und Landegewicht, erstellen Ladepläne und reservieren ausreichenden Treibstoff. Wetterberichte, Höhenwinde und Luftsperrzonen beziehen sie laufend ein und hinterlegen für Notfälle geeignete Ausweichflughäfen. Den fertigen Flugdurchführungsplan melden sie der Flugsicherung und besprechen ihn vor Abflug mit der Cockpit-Crew. Während des Fluges überwachen sie die Position der Maschine im Operation Control Center, informieren Piloten sofort über Gewitterfronten, technische Abweichungen oder geänderte Einfluggenehmigungen und veranlassen bei Bedarf Kursänderungen, Zwischenlandungen oder den Einsatz eines größeren Ersatzflugzeugs. Tritt ein Notfall auf, koordinieren sie Rettungs- und Bodenservices, bis das Flugzeug sicher gelandet ist.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen8
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Auswahlkriterien des Bildungsanbieters
- Zum Teil Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder mittlerer Bildungsabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
- Zum Teil Mindestalter von 21 Jahren
- Zum Teil Bescheinigung der Zuverlässigkeit von der Luftfahrtbehörde, Erklärung über schwebende Strafverfahren, Führungszeugnis und Auszug aus dem Fahreignungsregister
- Zum Teil sehr gute Englischkenntnisse
- Zum Teil sehr gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
- Ggf. Bestätigung der Zuverlässigkeit von der Luftsicherheitsbehörde bei regelmäßigem Aufenthalt in nicht allgemein zugänglichen Bereichen des Flugplatzgeländes
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Flugdienstberater/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.578 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region sind zwischen 3.122 € und 4.482 € möglich.
Wie lange dauert die Ausbildung als Flugdienstberater/in?
Die Ausbildungsdauer ist nicht einheitlich geregelt und richtet sich nach Bildungsanbieter, Unterrichtsform (Vollzeit / Teilzeit) und Lernkonzept. Informiere dich daher frühzeitig bei der jeweiligen Flugschule oder Airline-Akademie über deren Zeitmodell.
Welche Schulfächer sind wichtig für Flugdienstberater/innen?
Physik, Mathematik, Englisch, Geografie und Deutsch sind besonders hilfreich. Gute Leistungen darin erleichtern dir das Berechnen von Startgewichten, das Lesen von Wetterkarten und die Kommunikation mit internationalen Crews.
Ist der Beruf als Flugdienstberater/in körperlich anstrengend?
Er erfordert keine schwere körperliche Arbeit, wohl aber funktionstüchtige Arme und Hände für die PC-Arbeit sowie sicheres Farbsehen, um farbcodierte Wetter- und Fluginformationen korrekt zu erfassen. Langes Sitzen in Schichten kann belastend sein, daher sind kurze Bewegungspausen wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Flugdienstberater/in?
Die Berufsaussichten als Flugdienstberater/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Flugdienstberater/in?
Du solltest sicher mit digitalen topografischen Karten und vernetzter Flugplanungs-Software umgehen können. Flottenmanagement-Tools, Dokumentenmanagementsysteme sowie Kenntnisse zu autonomen Transportsystemen und Wearables, die Warnmeldungen direkt ins Sichtfeld projizieren, gewinnen ebenfalls an Bedeutung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Flugdienstberater/in?
Die Tätigkeit findet überwiegend am Bildschirm im Operation Control Center und im Schichtdienst rund um die Uhr statt. Du wechselst zwischen Planung und Echtzeitüberwachung, arbeitest eng im Team und musst strenge nationale wie internationale Luftverkehrsvorschriften einhalten. Entscheidungen wirken sich direkt auf die Sicherheit von Passagieren und Flugzeugen aus, weshalb die Verantwortung hoch ist.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Flugdienstberater/in?
Fachspezifische Kurse in Luftsicherheit, Geoinformationssystemen oder Datenbankprogrammen halten dich technisch auf dem neuesten Stand. Weiterbildungen in Europarecht, internationalem Recht oder fachspezifischem Englisch eröffnen zusätzliche Karriereschritte, etwa in der Flugverkehrsaufsicht oder im globalen Airline-Management.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Flugdienstberater/in?
Mit Erfahrung kannst du Schicht- oder Teamleitungen im Operation Control Center übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Luftverkehrsmanagement qualifiziert dich anschließend für strategische Aufgaben wie Einsatzleitung oder Network Planning im Airline-Management.
