Florist/Floristin
Auch bekannt als: Blumenbinder/Blumenbinderin . (Ausbildungsberuf bis 1990) · Florist (m/f)
Über den Beruf
Florist/innen gestalten Sträuße, Kränze, Tischdekorationen und Brautschmuck nach eigenen Entwürfen oder Kundenwünschen. Sie wählen frische oder getrocknete Blumen, Gräser und Accessoires, binden daraus harmonische Arrangements und achten dabei zunehmend auf regionale und nachhaltige Materialien. Im Verkauf beraten sie zu Farbwirkung, Symbolik und Pflege, schreiben Glückwunsch- oder Trauerkarten und kalkulieren den gewünschten Preisrahmen. Neben dem kreativen Handwerk versorgen sie Schnitt- und Topfpflanzen, überwachen Lager- und Kühlräume und bestellen Ware per Großmarkt oder Online-System. Digitale Kasse, Warenwirtschaft und Versandplattformen unterstützen sie beim Erfassen von Bestellungen, der Rechnungsstellung und der Auslieferung von Blumengrüßen. So entsteht aus Einkauf, Gestaltung und Beratung ein individuelles florales Produkt für jeden Anlass.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Florist/in?
Typischerweise liegst das Monatsgehalt bei 2.315 € brutto, je nach Erfahrung und Region zwischen 1.984 € und 2.608 €. Mit wachsender Berufspraxis oder einer Meisterqualifikation kann das Einkommen steigen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Florist/in?
Die Ausbildungsvergütung beträgt durchschnittlich 1.003 € brutto im Monat. Im ersten Jahr verdienst du 907 €, im zweiten 1.005 € und im dritten 1.100 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Florist/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechseln sich betriebliche Praxis und Unterricht an der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Florist/innen?
Hilfreich sind vor allem Mathematik, Biologie, Deutsch und Kunst. Damit gelingen dir Kalkulationen, fachgerechte Pflanzenpflege, kundenfreundliche Kommunikation und ein kreatives Design der Werkstücke.
Ist der Beruf als Florist/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt belastbare Hände, ein gutes Farb- und Raumsehen sowie widerstandsfähige Haut, weil mit Dornen- und Schnittblumen Du stehst viel, arbeitest oft in kühlen oder feuchten Räumen und solltest keine starken Allergien gegen Pflanzen oder Pflanzenschutzmittel haben.
Wie sind die Berufsaussichten als Florist/in?
Die Berufsaussichten als Florist/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Stellenangebot etwas begrenzen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Florist/in?
Gefragt ist der sichere Umgang mit Warenwirtschafts- und Online-Shop-Systemen. Du solltest Rechnungen per E-Invoicing verschicken, Mobile-Payment akzeptieren und mithilfe von Curated-Shopping-Tools individuelle Blumenauswahlen online beraten können.
Kann man sich als Florist/in selbständig machen?
Viele Florist/innen gründen ein eigenes Blumenfachgeschäft oder übernehmen einen bestehenden Laden, teils auch als Franchisenehmer/in. Eine Existenzgründungsberatung, z.B. beim FDF-Bundesverband, unterstützt dich bei Businessplan, Finanzierung und Marketing.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Florist/in?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen vor allem die Prüfung zur/zum Floristmeister/in, die dich für Leitungs- und Ausbilderaufgaben qualifiziert. Eine Alternative ist die kreative Weiterbildung zur/zum Gestalter/in für Blumenkunst. Wer sich akademisch weiterentwickeln möchte, kann einen Bachelorabschluss im Gartenbau anschließen und damit in Handel, Produktion oder Beratung aufsteigen.
