Fischwirtschaftsmeister/Fischwirtschaftsmeisterin Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Fischwirtschaftsmeister/Fischwirtschaftsmeisterin Schwerpunkt Kleine Hochsee- und Küstenfischerei

Auch bekannt als: Meister/Meisterin für Schiffsführung (Hochseefischerei)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortean Deck von Fischkuttern · in Fischereihäfen · in Schlacht-, Räucher- und Kühlräumen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerCa. 8 Wochen (Vollzeit)
Offene Stellen1

Über den Beruf

Fischwirtschaftsmeister/innen der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei planen Fangfahrten, steuern Kutter und setzen Netze, Reusen oder Leinen gezielt ein. Sie koordinieren die Crew, weisen Auszubildende an und überwachen Fangquoten, Sicherheits- und Qualitätsstandards. An Bord töten, ausnehmen und säubern sie den Fang, kühlen Krabben oder salzen Heringe und dokumentieren Mengen digital im Logbuch. Im Hafen organisieren sie das Löschen der Ladung, veredeln Fische durch Filetieren, Räuchern oder Frosten und bereiten den Direktverkauf vor. Kaufmännisch kalkulieren sie Kosten, verhandeln Lieferverträge und prüfen Kennzahlen, um Rentabilität und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Als Betriebsleiter/innen entscheiden sie über Personal, Wartung und Investitionen in moderne Sensorik. So gelangt frischer, qualitätsgeprüfter Seefisch vom Netz bis zur Ladentheke.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerCa. 8 Wochen (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Berufsausbildung in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf, z.B. als Fischwirt/in
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis in der Fischwirtschaft
  • Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis in der Fischwirtschaft
  • Beim Umgang mit Lebensmitteln Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes

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Karriere & Weiterbildung

Fischwirtschaftsmeister/Fischwirtschaftsmeisterin Schwerpunkt Kleine Hochsee- und KüstenfischereiAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Fischwirtschaftsmeister/in?

Das Bruttojahresgehalt liegt zwischen 58.200 € und 68.400 € pro Jahr. Mit wachsender Verantwortung und zusätzlicher kaufmännischer Zuständigkeit kannst du ein höheres Gehalt aushandeln.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Fischwirtschaftsmeister/in?

Die Meisterweiterbildung dauert in Vollzeit rund acht Wochen. Viele Lehrgänge werden kompakt an Fachschulen der Seefischerei angeboten, sodass du in dieser Zeit voll freigestellt sein solltest.

Ist der Beruf als Fischwirtschaftsmeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst Fischkisten, hantierst mit Netzen und arbeitest oft stundenlang bei Seegang, was Wirbelsäule, Arme und Beine beansprucht. Auch eine gute Koordination ist nötig, um dich auf nassem Deck sicher zu bewegen.

Welche digitalen Skills braucht man als Fischwirtschaftsmeister/in?

Digitale Dokumentenmanagementsysteme gehören zum Alltag, um Fangergebnisse, Quoten und Verträge papierlos zu archivieren. Zusätzlich kommt Sensorik zum Einsatz, die Fischschwärme ortet oder Beifang erkennt – du solltest deshalb Daten aus diesen Systemen sicher auswerten können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fischwirtschaftsmeister/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Deck, Verarbeitungshalle und Büro. Du verbringst häufig mehrere Tage oder Wochen auf See, teilst dir den knappen Raum mit der Crew und trägst bei Wind und Wetter Schutzkleidung. Gleichzeitig bist du für Personalführung, Kundenkontakt und den wirtschaftlichen Erfolg des Kutters verantwortlich.

Womit arbeitet man als Fischwirtschaftsmeister/in?

Zum Werkzeug zählen Netze, Reusen, Leinen und Kuttertechnik ebenso wie Kühl- und Räucheranlagen an Bord. Du hast laufend mit den Fischen selbst zu tun und nutzt im Büro PC, Telefon und Verträge, um Einkauf, Verkauf und Kosten im Blick zu behalten.

Kann man sich als Fischwirtschaftsmeister/in selbständig machen?

Ja, viele Fischwirtschaftsmeister/innen gründen einen eigenen Krabben- oder Muschelfischereibetrieb oder steigen in den Direktverkauf vom Kutter ein. Auch ein selbstständiger Fischhandelsbetrieb oder eine Muschelaufzucht ist möglich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fischwirtschaftsmeister/innen?

Fachkurse in Bereichen wie Fischerei-Management, Fischwirtschaft oder Schiffsverkehr helfen dir, Technik und Betriebsführung aktuell zu halten. Solche Seminare vertiefen zum Beispiel neue Fangmethoden, betriebswirtschaftliche Kennzahlen oder Seerecht.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Fischwirtschaftsmeister/innen?

Nach einigen Jahren Praxis kannst du die Prüfung zum/zur Internationale/n Meister/in ablegen und damit Führungsaufgaben in größeren Flotten übernehmen. Außerdem eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium in Fischereiwesen, Aquakultur oder Nautik den Weg in Planung, Forschung oder die maritime Verwaltung.

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