Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Technischer Umweltfachwirt/Technische Umweltfachwirtin

Auch bekannt als: Umweltschutzfachwirt/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Labor (z.B. zur Untersuchung von Gewässer-, Boden-, Abfallproben) · beim Kunden (in Betrieben, Werkstätten oder auf Baustellen) · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-16 Monate
Offene Stellen6

Über den Beruf

Technische Umweltfachwirte und -fachwirtinnen steuern den betrieblichen Umweltschutz. Sie analysieren Energie- und Materialströme, kalkulieren Kosten und entwickeln Konzepte, um Abfälle, Emissionen und Energieverbrauch zu senken. Dafür bewerten sie Anlagen, führen Messungen durch und prüfen, ob Gefahrstoffe, Abwässer oder Altöl fachgerecht entsorgt werden. Als Abfall-, Gewässerschutz- oder Gefahrgutbeauftragte dokumentieren sie Mengen und Wege digital und stimmen Genehmigungen mit Behörden ab. Sie schlagen umweltfreundliche Verfahren sowie energiesparende Geräte vor, begleiten Investitionsentscheidungen und nutzen Software, um Prozessdaten auszuwerten oder Recyclingabläufe zu optimieren. Kunden, Geschäftsleitung und Belegschaft beraten und schulen sie zu ressourcenschonenden Produkten, vernetzter Gebäudetechnik oder CO₂-armen Produktionsmethoden. Ergebnisse ihrer Analysen präsentieren sie der Geschäftsleitung und leiten daraus konkrete Maßnahmen ab.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Fachwirt/in
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach Regelungen der Industrie- und Handelskammern.
Dauer3-16 Monate
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Abschlussprüfung in einem anerkannten umweltschutzrelevanten, kaufmännischen oder gewerblich-technischen Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
  • Alternativ z.B. mind. 5 Jahre Berufspraxis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Technischer Umweltfachwirt/Technische UmweltfachwirtinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Umweltfachwirt/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.051 € brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du zwischen 4.150 € und 6.351 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Umweltfachwirt/in?

Die Lehrgänge dauern je nach Anbieter und Unterrichtsform zwischen 3 und 16 Monaten. Vollzeitkurse lassen sich meist in wenigen Wochen abschließen, während berufsbegleitende Modelle deutlich länger laufen.

Ist der Beruf als Umweltfachwirt/in körperlich anstrengend?

Der Job verlangt keine schwere körperliche Arbeit, setzt aber eine robuste Gesundheit voraus. Beim Messen von Schadstoffwerten im Freien brauchst du funktionsfähige Arme und Hände und musst auch bei schlechtem Wetter einsatzfähig sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Umweltfachwirt/in?

Die Berufsaussichten als Umweltfachwirt/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber zunehmend schwierig, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerber/innen sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden deshalb relativ schnell besetzt, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Umweltfachwirt/in?

Digitale Kompetenz gehört fest zum Jobprofil. Gefragt sind Kenntnisse in BPM-Systemen, vernetztem Abfall- und Wertstoffmanagement, Dokumentenmanagement sowie der Auswertung von Energiedaten mit Predictive- und Prescriptive-Analytics-Tools. Auch Themen wie Connected Buildings, LP-WAN-Überwachung und Open-Data-Konzepte spielen eine Rolle.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Umweltfachwirt/in?

Dich erwartet ein Mix aus Büroarbeit, Außeneinsätzen und Laborterminen mit häufigem Wechsel der Arbeitsorte. Viele gesetzliche Vorgaben müssen beachtet werden, es gibt regelmäßigen Kundenkontakt und einen hohen Anteil an Bildschirm- sowie Dokumentationsarbeit.

Kann man sich als Umweltfachwirt/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, vor allem als Berater/in für Energieeffizienz, Abfallentsorgung oder betrieblichen Umweltschutz. Du kannst Unternehmen bei der Einführung nachhaltiger Prozesse begleiten oder spezialisierte Schulungen anbieten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Umweltfachwirt/in?

Nach dem Abschluss stehen Umweltfachwirten/innen zahlreiche Fachkurse offen, etwa in Abfallwirtschaft, Gewässerschutz, Energieversorgung oder Gefahrguttransport. Mit solchen Spezialisierungen kannst du dein Profil schärfen und neue Aufgabenfelder im Betrieb übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Umweltfachwirt/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über Leitungsfunktionen im Betrieb, etwa als Team-, Sachgebiets- oder Fachbereichsleitung. Häufig übernehmen Umweltfachwirte/innen zusätzlich Ausbilder- oder Lehrgangsleiteraufgaben oder wechseln für mehr Verantwortung in größere Unternehmen.

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