Baufachwirt/Baufachwirtin
Auch bekannt als: Commercial manager (m/f) (construction services)
Über den Beruf
Baufachwirte und Baufachwirtinnen kalkulieren Bauleistungen, erstellen Angebote und verhandeln Verträge. Sie akquirieren neue Aufträge, betreuen Kunden und stimmen Termine mit Bauleitung sowie Nachunternehmern ab. Laufend prüfen sie Kostenpläne, erfassen Aufmaße und sorgen dafür, dass Rechnungen pünktlich gestellt und bezahlt werden. Mit ERP- und BIM-Systemen überwachen sie Materialbestände, Maschineneinsatz und Fuhrpark, analysieren Abweichungen und leiten Gegenmaßnahmen ein. Für Monats- und Jahresabschlüsse führen sie Buchungen, Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie Steuererklärungen zusammen. Als kaufmännische Führungskräfte leiten sie Teams, planen Schulungen und begleiten Auszubildende. Dabei optimieren sie Prozesse und steigern die Rentabilität. So behalten sie in Hoch-, Tief- und Straßenbauprojekten den finanziellen Überblick vom ersten Angebot bis zur Schlussrechnung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf
- Dann mind. 3 Jahre Berufspraxis in einem Bauunternehmen
- Alternativ mind. 6 Jahre einschlägige Berufspraxis in einem Bauunternehmen
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Baufachwirt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.363 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region kannst du zwischen 4.266 € und 6.801 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Baufachwirt/in?
Die berufsbegleitende Weiterbildung dauert in Teilzeit etwa 1,5 Jahre. Viele Lehrgänge sind so organisiert, dass du neben dem Job lernst und Präsenz- mit Onlinephasen kombinierst.
Wie sind die Berufsaussichten als Baufachwirt/in?
Die Berufsaussichten als Baufachwirt/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040. Zudem besteht aktuell ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, sodass Arbeitgeber länger suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Baufachwirt/in?
Digitale Kompetenzen spielen in diesem Beruf eine große Rolle. Du solltest mit ERP-Systemen Arbeitsprozesse steuern, BIM-Software für die Echtzeit-Kostenkontrolle einsetzen und Connected-Buildings-Daten oder Open-Data-Quellen einbinden können. Auch das Planen von Baurobotern und das Aufsetzen von Smart Contracts für digitale, rechtssichere Verträge werden immer wichtiger.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Baufachwirt/in?
Die Tätigkeit kombiniert intensive Bildschirmarbeit im Büro mit Kundenkontakt und Personalverantwortung. Unregelmäßige Arbeitszeiten können anfallen, wenn du dich nach den Terminen von Auftraggebern richtest oder dein Team auf Baustellen koordinierst.
Womit arbeitet man als Baufachwirt/in?
Baufachwirte/innen nutzen Kalkulations- und Buchhaltungssoftware, PCs mit Internetzugang und klassische Büroausstattung. Für Maßaufnahmen kommen mobile Apps zum Einsatz, die Daten sofort in der Cloud speichern und für alle Projektbeteiligten verfügbar machen.
Kann man sich als Baufachwirt/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Baufachwirte/innen arbeiten als freiberufliche Berater/innen und unterstützen Bauunternehmen bei Kalkulation, Controlling oder Projektsteuerung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Baufachwirt/in?
Nach der Prüfung stehen zahlreiche Fachkurse offen, etwa zu Bauprojektmanagement, Baurecht, Finanz- und Rechnungswesen oder Marketing. Solche Lehrgänge halten dein Fachwissen aktuell und erweitern deine Einsatzmöglichkeiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Baufachwirt/in?
Mit Berufserfahrung und zusätzlicher Qualifizierung ist der Aufstieg zum/zur Betriebswirt/in (BBiG) beziehungsweise Master Professional in Business Management möglich. Auch ein Studium in Baubetriebswirtschaft oder Baumanagement eröffnet Leitungspositionen.
