Fachpraktiker/Fachpraktikerin im Gesundheitswesen (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Fachpraktiker und Fachpraktikerinnen im Gesundheitswesen betreuen Patient/innen vor, während und nach der Sprechstunde. Sie empfangen Ankommende, erfassen Personalien und koordinieren Termine. Vor Untersuchungen richten sie Behandlungsräume her, desinfizieren Instrumente, legen Verbände an und messen Blutdruck oder Temperatur. Bei Injektionen oder Blutentnahmen assistieren sie Ärztinnen und Ärzten und führen einfache Laboruntersuchungen wie Blutzuckertests durch. Danach dokumentieren sie Befunde, bereiten Rezepte sowie Überweisungen vor und rechnen Leistungen mit Krankenkassen ab. Abschließend erklären sie Patient/innen die korrekte Einnahme verordneter Arzneimittel.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Ausbildungsplätze
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachpraktiker/in im Gesundheitswesen?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.129 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.629 € und 3.648 €. Tarifbindungen oder eine Anstellung im öffentlichen Dienst können das Einkommen zusätzlich nach oben oder unten beeinflussen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachpraktiker/in im Gesundheitswesen?
Die Vollzeitausbildung ist auf 3 Jahre angelegt. In Einzelfällen können zuständige Kammern eine kürzere oder längere Ausbildungszeit genehmigen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachpraktiker/innen im Gesundheitswesen?
Gute Noten in Mathematik, Deutsch, Biologie und Chemie erleichtern dir den Einstieg, weil sie Abrechnungen, Patientenkommunikation und das Verständnis medizinischer Grundlagen unterstützen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in im Gesundheitswesen?
Die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in im Gesundheitswesen sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Allerdings sind die Altersabgänge geringer als in vielen anderen Berufen, sodass weniger Ruhestandswechsel für zusätzliche Stellen sorgen.
