Fachpraktiker/Fachpraktikerin im Ausbaufachwerk (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Fachpraktiker und Fachpraktikerinnen im Ausbaufachwerk bereiten Innenräume vor, montieren Fertigteile und bringen Dämmstoffe an. Sie messen Flächen, lesen Baupläne und berechnen, wie viel Material benötigt wird. Gipskartonplatten, Holzprofile oder Metallständer schneiden sie passgenau zu und verschrauben sie zu Wänden oder Decken. Fugen verspachteln sie, Oberflächen glätten sie für das spätere Finish. Je nach Projekt verlegen sie auch Estriche oder installieren vorgefertigte Türelemente. Dabei achten sie auf Schall-, Wärme- und Brandschutzvorgaben und kontrollieren regelmäßig Maß- und Ebenheit. Reststoffe sortieren sie für Recycling oder fachgerechte Entsorgung. Mit ihren Arbeiten schaffen sie saubere, funktionsfähige Ausbauten, auf denen Maler, Fliesenleger oder Installateure aufbauen können.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachpraktiker/in im Ausbaufachwerk?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.082 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.663 € und 3.529 €. Mit wachsender Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen oder Verantwortung auf der Baustelle kannst du eher an die obere Spanne herankommen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachpraktiker/in im Ausbaufachwerk?
Die Ausbildung ist auf drei Jahre angelegt. In Absprache mit der zuständigen Kammer kann sie bei sehr guten Leistungen verkürzt oder bei besonderem Förderbedarf verlängert werden.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachpraktiker/innen im Ausbaufachwerk?
Werken/Technik, Mathematik und Physik. Gute Noten darin helfen dir beim Montieren von Fertigteilen, beim Berechnen von Flächen und Materialmengen sowie beim Verständnis der Baustoffeigenschaften.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in im Ausbaufachwerk?
Die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in im Ausbaufachwerk sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind daher schwer zu besetzen – das spricht für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was langfristig den Wettbewerb um Jobs erhöhen kann.
