Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Winzer (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Fachpraktiker und Fachpraktikerinnen für Winzer pflegen Rebstöcke, schneiden Triebe zurück und achten auf Bodenqualität sowie Düngung. Sie kontrollieren den Reifegrad der Trauben, lesen die Ernte ein und bedienen Pressen, Pumpen und Filtrieranlagen. Im Keller überwachen sie den Gärprozess, prüfen Temperatur und Zuckergehalt, klären Jungwein und reinigen Tanks, Schläuche und Fässer gründlich. Nach der Reifung füllen sie den Wein in Flaschen oder Fässer, etikettieren die Gebinde und lagern sie sachgerecht. Häufig unterstützen sie auch einfache Qualitätskontrollen oder präsentieren Weine bei Verkostungen. Ihre Mithilfe erstreckt sich damit von der Pflege der Rebe bis zum versandfertigen Produkt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachpraktiker/in für Winzer?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.895 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.400 € und 3.462 €. Saisonspitzen, Schichtzulagen oder regionale Tarifverträge im Weinbau können dein Einkommen zusätzlich nach oben oder unten beeinflussen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachpraktiker/in für Winzer?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. In Absprache mit der zuständigen Kammer lässt sie sich verkürzen oder verlängern, etwa wenn du einschlägige Vorerfahrungen mitbringst.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachpraktiker/innen für Winzer?
Wichtige Schulfächer sind Biologie/Chemie, Mathematik und Werken/Technik. Damit erkennst du Pflanzenkrankheiten, rechnest Mengen exakt aus und wartest Geräte fachgerecht.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in für Winzer?
Die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in für Winzer sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Arbeitgeber dürften dann leichter Personal finden, weshalb die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig zunimmt.
