Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Karosseriebearbeiter (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Fachpraktiker/innen für Karosseriebearbeiter reparieren Fahrzeugkarosserien nach Unfällen. Sie prüfen Bleche und Rahmen, bestimmen den Reparaturbedarf und richten verzogene Strukturen. Defekte Karosserie- und Anbauteile bauen sie aus, ersetzen sie und stellen Passgenauigkeit sowie Funktionsfähigkeit wieder her. Dafür trennen, schweißen und verschrauben sie Metall- oder Kunststoffteile, tragen Rostschutz auf und prüfen elektrische Komponenten wie Beleuchtung oder Sensoren. Sie planen den Materialeinsatz, dokumentieren jeden Arbeitsschritt und beachten Sicherheits- und Umweltschutzvorgaben. Vor der Übergabe führen sie eine letzte Funktionskontrolle durch, sodass das Fahrzeug wieder verkehrssicher ist.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Ausbildungsplätze
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachpraktiker/in für Karosseriebearbeiter?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.588 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.966 € und 4.537 €. In Betrieben mit Tarifvertrag oder mit zusätzlicher Verantwortung kannst du eher den oberen Bereich dieser Spanne erreichen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Fachpraktiker/in für Karosseriebearbeiter?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie findet überwiegend in handwerklichen Kfz-Werkstätten oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation statt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachpraktiker/innen für Karosseriebearbeiter?
Werken/Technik und Mathematik sind besonders hilfreich. Technikunterricht vermittelt dir den sicheren Umgang mit Mess- und Richtwerkzeugen, während Mathe beim Berechnen von Ersatzteilmengen oder Messwerten unterstützt.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in für Karosseriebearbeiter?
Die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in für Karosseriebearbeiter sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind oft schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass langfristig weniger Stellen entstehen.
