Fachpraktiker/Fachpraktikerin für Dachdecker (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Fachpraktiker/innen für Dachdecker decken Dachflächen, dichten Anschlüsse ab und bringen Wärmedämmungen an. Sie wählen geeignete Materialien wie Dachziegel, Schiefer oder Bitumenbahnen, schneiden sie zu und verlegen sie Reihe für Reihe. Vor Beginn der Arbeiten vermessen sie die Dachfläche und berechnen den Materialbedarf. Bei Reparaturen entfernen sie beschädigte Teile, ersetzen Unterkonstruktionen und prüfen die Dichtigkeit. Auch Dachrinnen und Lüftungselemente montieren sie, damit Regenwasser abfließt und Feuchtigkeit entweichen kann. Mit ihren handwerklichen Arbeiten schützen sie Gebäude dauerhaft vor Wind, Regen und Energieverlust.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachpraktiker/in für Dachdecker?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.611 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.156 € und 4.070 €. Tarifverträge im Bauhauptgewerbe können für einheitliche Lohnstufen sorgen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachpraktiker/in für Dachdecker?
Die Ausbildung ist auf drei Jahre angesetzt. Sie kombiniert Praxis im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachpraktiker/innen für Dachdecker?
Werken/Technik und Mathematik sind die zentralen Schulfächer. Ein gutes Technikverständnis erleichtert dir das exakte Zuschneiden und Verlegen der Materialien, und sichere Mathekenntnisse helfen beim Berechnen von Flächen und Mengen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in für Dachdecker?
Die Berufsaussichten als Fachpraktiker/in für Dachdecker sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das kommt Bewerber/innen entgegen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 insgesamt, was das Stellenangebot langfristig einschränken kann.
