Fachkraft für Lagerlogistik
Auch bekannt als: Lagerlogistiker/in · Logistiker/in - Lager ·
Über den Beruf
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Güter an, prüfen Menge, Qualität und Begleitpapiere und buchen jeden Wareneingang im digitalen Lagerverwaltungssystem. Sie organisieren das Entladen, wählen Lagerzonen nach Warenart, Gewicht und Sicherheitsvorgaben und steuern Gabelstapler, Fördersysteme oder Cobots, um Paletten in Hochregale oder Kühlbereiche einzulagern. Um Bestände im Blick zu behalten, führen sie Inventuren mit Scannern, RFID-Tags oder Drohnen durch, kontrollieren Temperatur und Luftfeuchtigkeit und sortieren verderbliche Ware nach Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei Aufträgen kommissionieren sie Artikel, verpacken sie transportsicher, sichern die Ladung mit Spanngurten oder Antirutschmatten und erstellen Lieferscheine, Zollerklärungen sowie digitale Frachtpapiere. Anschließend planen sie Touren, ermitteln die günstigste Versandart und beladen Lkw oder Container fachgerecht. Zusätzlich analysieren sie Material- und Informationsflüsse, vergleichen Angebote und schlagen Verbesserungen vor, um Kosten zu senken und Durchlaufzeiten zu verkürzen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachkraft für Lagerlogistik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.253 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 2.748 € und 3.932 € verdienen. Zulagen für Schicht- oder Wochenendarbeit wirken sich zusätzlich aus.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik?
In der Ausbildung liegt die Vergütung im ersten Jahr bei rund 1.171 € brutto im Monat, im zweiten bei 1.247 € und im dritten bei 1.330 €. Über alle drei Lehrjahre hinweg verdienst du durchschnittlich etwa 1.251 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik?
Die duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik dauert regulär 3 Jahre. Mit guten Leistungen und Zustimmung von Betrieb und Berufsschule kannst du sie häufig um bis zu sechs Monate verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fachkraft für Lagerlogistik?
Wichtige Schulfächer sind vor allem Mathematik, Deutsch und Englisch. Damit berechnest du Lagerkennzahlen, füllst Frachtpapiere korrekt aus und tauschst dich mit internationalen Fahrern oder Lieferanten aus.
Ist der Beruf als Fachkraft für Lagerlogistik körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst Kisten, steuerst Gabelstapler und arbeitest teils in Kühlhäusern oder Ladezonen mit wechselnden Temperaturen – dafür brauchst du kräftige Arme, einen belastbaren Rücken und Ausdauer.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachkraft für Lagerlogistik?
Die Berufsaussichten als Fachkraft für Lagerlogistik sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden schnell besetzt. Positiv für Bewerber/innen: Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz sinkt langfristig. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass nicht so viele Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachkraft für Lagerlogistik?
Digitale Technik spielt im Lager eine immer größere Rolle. Du solltest Auto-ID-Systeme wie Barcodescanner oder RFID nutzen, Kommissionieraufträge per Datenbrille bearbeiten und automatisierte Hochregallager, Transportroboter oder Drohnen überwachen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Lagerlogistik?
Nach Abschluss der Lehre stehen zahlreiche fachspezifische Kurse offen. Themen wie Lager- und Materialwirtschaft, Transportlogistik, Ladungssicherung oder Gefahrguttransport vertiefen dein Know-how und erhöhen deine Aufstiegschancen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Lagerlogistik?
Aufstieg ist zum Beispiel über eine Weiterbildung zum/zur Logistikmeister/in oder Fachwirt/in für Logistiksysteme möglich, womit du Führungsaufgaben im Lager übernimmst. Auch ein Abschluss als Betriebswirt/in – Logistik oder ein Bachelor- beziehungsweise Masterstudium in Logistik oder Supply-Chain-Management kann dich in Planung und Prozessoptimierung bringen.
