Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung
Auch bekannt als: Specialist (m/f) for vocational rehabilitation for disabled persons
Über den Beruf
Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung unterstützen Menschen mit Behinderungen beim Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben. Sie analysieren Neigungen, Fähigkeiten und Förderbedarf, erstellen Leistungsprofile und leiten persönliche Ziele ab. Auf dieser Basis planen sie Bildungs- und Teilhabepläne, organisieren Lern- und Arbeitsprozesse und wählen Aufgaben, Werkstoffe und Werkzeuge, die zum individuellen Potenzial passen. Sie vermitteln Umgang mit Maschinen, schulen ergonomisches Arbeiten und passen Arbeitsplätze mithilfe digitaler Hilfen oder Assistenzsysteme an. In Gruppen fördern sie Teamarbeit und führen arbeitsbegleitende Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung durch. Laufende Beobachtung sowie Dokumentation per Datenbank und Bericht halten Fortschritte fest und bilden die Grundlage für weitere Förderung. Zudem beraten sie Angehörige, stimmen sich mit Arbeitgebern ab und akquirieren passende Stellen. Am Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleiten sie die Betreuten eng, bis der neue Arbeitsplatz sicher beherrscht wird.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. anerkannter Ausbildungsberuf oder durch Berufszulassungsgesetz geregelter Heilberuf oder länderrechtlich geregelter Beruf im Gesundheits- und Sozialwesen + 2 Jahre Berufspraxis
- Oder einschlägiges Hochschulstudium + 2 Jahre Berufspraxis
- Alternativ z.B. mind. 6 Jahre Berufspraxis
- Zusätzlich müssen 6 Monate der Berufspraxis in Aufgabenbereichen mit wesentlichem Bezug zur Arbeits- und Berufsförderung liegen
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.263 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.807 € und 4.808 €. In Einrichtungen des öffentlichen Dienstes können zusätzlich tarifliche Zulagen oder Jahressonderzahlungen hinzukommen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Die Weiterbildung dauert in Vollzeit meist 12 bis 24 Monate. Längere Lernformen in Teilzeit sind möglich, wenn du parallel arbeitest oder Blockunterricht bevorzugst.
Ist der Beruf als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung körperlich anstrengend?
Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil du je nach Einsatzbereich draußen auf Feldern, in Werkstätten oder Produktionshallen arbeitest. Beim Demonstrieren von Werkzeugen, Heben oder längeren Stehen werden Wirbelsäule, Arme und Beine beansprucht – eine robuste Gesundheit ist daher hilfreich.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Die Berufsaussichten als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was neue Stellen schafft. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel nur gering, sodass offene Stellen meist zügig besetzt werden und mehr Konkurrenz herrscht. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, wodurch weniger Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Du solltest vertraut mit Dokumenten- und Formularmanagementsystemen sein, um Bildungs- und Teilhabepläne digital zu verwalten. Kenntnisse in Ambient Assisted Living-Technologien oder Servicerobotik helfen, Arbeitsplätze barriereärmer zu gestalten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Die Tätigkeit kombiniert Verantwortung für Menschen mit Behinderungen, intensiven Kundenkontakt und oft emotional belastende Situationen. Du wechselst zwischen Büroarbeit am Bildschirm, handwerklichen Anleitungen in Werkstätten oder Produktionshallen und Außeneinsätzen, teils mit Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhen oder Gehörschutz.
Womit arbeitet man als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Im Arbeitsalltag nutzt du ein breites Spektrum an Hand- und Maschinenwerkzeugen – von Sägen und Bohrmaschinen bis zu Näh- oder Reinigungsmaschinen. Daneben kommen Gartengeräte, Bauwerkzeuge, Erhebungsbögen, Gesetzestexte sowie PC, Internet und Telefon für Dokumentation und Planung zum Einsatz.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung?
Du kannst dich thematisch spezialisieren, etwa auf die Arbeit mit Menschen mit geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderungen. Fachfortbildungen in Heil- und Sonderpädagogik, pädagogischer Diagnostik, Lernberatung, Ergonomie oder Arbeitsrecht vertiefen dein Know-how und erhöhen deine Einsatzbreite.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung?
Aufstiegschancen eröffnen sich vor allem über ein Bachelor- oder Masterstudium in Rehabilitations- oder Sonderpädagogik beziehungsweise Sozialer Arbeit. Ein solches Studium qualifiziert dich für konzeptionelle Aufgaben, Leitungsfunktionen oder Tätigkeiten im Case Management von Reha-Einrichtungen.
