Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Urologie
Auch bekannt als: Urologe/Urologin · Urologist (m/f)
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für Urologie untersuchen Niere, Blase, Prostata und die männlichen Geschlechtsorgane, erkennen Funktionsstörungen und leiten die passende Therapie ein. Nach Anamnese und körperlicher Untersuchung setzen sie Ultraschall, Endoskope, Labor- oder Röntgenverfahren ein, um Infektionen, Nierensteine oder Tumoren zu diagnostizieren. Sie entfernen Harnsteine, korrigieren Fehlbildungen, implantieren Blasenschrittmacher oder operieren Prostata- und Blasenkrebs, oft in minimalinvasiver Technik mit Kamera und Mikroinstrumenten. In der urologischen Onkologie verabreichen sie auch Chemo- oder Strahlentherapien und überwachen deren Wirkung. Vorsorgeuntersuchungen sowie Nachsorge nach Eingriffen gehören ebenso dazu wie Beratung zu Prävention und Sexualgesundheit. Die Ärztinnen und Ärzte dokumentieren Befunde elektronisch, nutzen Krankenhausinformationssysteme und prüfen Abrechnungen, koordinieren Visiten oder leiten eine Station.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für Urologie?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt typischerweise zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Klinikgröße, zusätzlicher Bereitschaftsdienst und Leitungsfunktionen können dein Einkommen weiter erhöhen.
Wie lange dauert die Facharztweiterbildung Urologie?
Die Weiterbildung zur Fachärztin für Urologie ist auf 5 Jahre ausgelegt. In dieser Zeit rotierst du durch verschiedene klinische Abteilungen, sammelst OP-Erfahrung und absolvierst vorgeschriebene Kursmodule.
Ist der Beruf als Urologe/Urologin körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gute körperliche Verfassung: Bei Untersuchungen und Operationen stehst du oft stundenlang, sodass Rücken, Beine und Arme belastbar sein müssen. Feinmotorik in den Händen, sicheres Farbsehen und robuste Gesundheit sind ebenfalls wichtig, weil du engen Kontakt zu erkrankten Menschen hast.
Wie sind die Berufsaussichten als Urologe/Urologin?
Die Berufsaussichten als Urologe/Urologin sind gut. Die Beschäftigung in diesem Fachgebiet wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel, offene Stellen sind daher schwer zu besetzen – das spielt dir bei der Jobsuche in die Karten. Zudem stehen viele Altersabgänge an, sodass zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Urologe/Urologin?
Digitale Technologien gehören heute fest zum urologischen Alltag. Du solltest 3-D-Laserscanning beherrschen, virtuelle Organmodelle als „Digitalen Zwilling“ für Planung und Therapie nutzen und KI-gestützte Diagnosesoftware für Bildauswertungen bedienen. Auch der sichere Umgang mit elektronischen Patientendaten in den IT-Systemen der Klinik und das Programmieren intelligenter Implantate wie Blasenschrittmacher sind gefragt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Urologe/Urologin?
Im urologischen Alltag trägst du hohe Verantwortung für das Wohlergehen deiner Patientinnen und Patienten und musst belastende Krankheitsverläufe aushalten können. Präzise Handgriffe unter sterilen Bedingungen, Teamarbeit mit Pflege und anderen Fachdisziplinen sowie der regelmäßige Umgang mit moderner Medizintechnik und Bildschirmdokumentation prägen den Job.
Womit arbeitet man als Urologe/Urologin?
Zum urologischen Equipment gehören Ultraschallgeräte, optische Sonden und Minikameras für endoskopische Eingriffe, Skalpell und Prostata-Stanzer sowie Desinfektionsmittel und Medikamente. Befunde, Rezepte und Gutachten erstellst du am PC und verwaltest sie über spezialisierte Software.
Kann man sich als Urologe/Urologin selbständig machen?
Ja, eine Niederlassung ist möglich. Viele Urologen/innen eröffnen eine eigene Fachpraxis oder beteiligen sich an einer Gemeinschaftspraxis beziehungsweise Privatklinik. Dafür brauchst du die üblichen Zulassungen der Kassenärztlichen Vereinigung und unternehmerisches Know-how.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Urologen/innen?
Nach der Facharztanerkennung kannst du dich weiter spezialisieren. Beliebt sind Fortbildungen in Medizintechnik, Strahlenschutz oder Hygiene, um neue OP-Verfahren sicher anzuwenden. Kurse in Gesundheits- oder Case-Management unterstützen dich bei organisatorischen Aufgaben, und Schulungen zu Forschung und Entwicklung bereiten auf wissenschaftliche Projekte vor.
