Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie

Auch bekannt als: Aesthetic plastic surgeon (m/f) · Plastic surgeon (m/f) · Reconstructive plastic surgeon (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Sprech- und Patientenzimmern · in Operationssälen · in Büroräumen · in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer6 Jahre
Offene Stellen81

Über den Beruf

Fachärztinnen und Fachärzte für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie stellen nach Anamnese und bildgebenden Untersuchungen Diagnosen und legen individuelle Operationspläne fest. Sie transplantieren Haut bei Verbrennungen, rekonstruieren Brüste mit Implantaten oder Eigengewebe, replantieren abgetrennte Finger und korrigieren Narben, Augenlider oder Ohrmuscheln. Dabei nutzen sie Mikrochirurgie, computerassistierte Navigationssysteme und, bei komplexen Fällen, 3-D-Simulationen zur präzisen Vorbereitung. Im OP überwachen sie Vitalfunktionen, ergreifen bei Notfällen lebensrettende Maßnahmen und dokumentieren jeden Schritt in der elektronischen Patientenakte. Nach dem Eingriff beurteilen sie den Heilungsverlauf, veranlassen Physio- oder Gesprächstherapie und beraten Patientinnen und Patienten zu Nachsorge, Risiken und Kosten. Zusätzlich erstellen sie Gutachten, koordinieren Visiten und kontrollieren die Leistungsabrechnung der Abteilung.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern
Dauer6 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes

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Karriere & Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische ChirurgieAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für plastische Chirurgie?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit zunehmender Erfahrung, Zusatzqualifikationen oder Zulagen für Nacht- und Bereitschaftsdienste kann dein Einkommen weiter steigen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachärztin für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie?

Die Facharzt-Weiterbildung in diesem Gebiet dauert regulär 6 Jahre in Vollzeit. Sie schließt an ein abgeschlossenes Medizinstudium mit Approbation an.

Ist der Beruf als plastische Chirurgin körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Während mehrstündiger Operationen musst du lange stehen, Arme und Hände präzise kontrollieren und über eine gute Ausdauer sowie ein zuverlässiges Farbsehvermögen verfügen.

Wie sind die Berufsaussichten als plastische Chirurgin?

Die Berufsaussichten als Fachärztin für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen zugutekommt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als plastische Chirurgin?

Wichtige digitale Kompetenzen reichen von computerassistierter Chirurgie und 3-D-Simulationen bis hin zu Bioprinting von Hautgewebe. Du solltest außerdem mit 3-D- und 4-D-Druck, Augmented-Reality-Operationen, digitalen Zwillingen sowie der elektronischen Patientenakte sicher umgehen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als plastische Chirurgin?

Die Tätigkeit bringt hohe Verantwortung und Präzisionsarbeit mit sich. Langes Stehen im OP, strenge Hygienevorgaben mit Schutzkleidung und emotional belastende Patientensituationen prägen den Alltag; zugleich arbeitest du eng im interdisziplinären Team und kannst auf Schicht- und Bereitschaftsdienste treffen.

Kann man sich als plastische Chirurgin selbständig machen?

Selbständige Tätigkeit ist möglich. Viele Fachärztinnen für plastische Chirurgie eröffnen eine eigene Praxis oder Privatklinik oder schließen sich als Teilhaber/innen einem bestehenden Zentrum an.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als plastische Chirurgin?

Nach der Facharztanerkennung kannst du dich fachlich breiter aufstellen – etwa durch ärztliche Fortbildungen in Chirurgie, Medizintechnik oder Case Management. Kurse zu Hygiene, Strahlenschutz oder Gesundheitsmanagement halten dein Wissen aktuell und eröffnen neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als plastische Chirurgin?

Aufstiegschancen bieten vor allem akademische Zusatzqualifikationen. Ein Master in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie oder Public Health kann dich für leitende Aufgaben im Klinikmanagement qualifizieren. Mit einer Promotion steigen die Chancen auf Oberarzt- oder Forschungspositionen; eine Habilitation ist oft Voraussetzung für eine Professur oder einen Chefarztposten.

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