Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Physikalische und Rehabilitative Medizin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Auch bekannt als: Facharzt/-ärztin (Physikalische Medizin) · Medical specialist (m/f) - physical medicine and rehabilitation

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Patientenzimmern · in Büroräumen · in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer5 Jahre
Offene Stellen273

Über den Beruf

Fachärzte und Fachärztinnen für Physikalische und Rehabilitative Medizin diagnostizieren Funktionsstörungen, planen individuelle Rehabilitationsprogramme und begleiten Patient/innen bis zur Rückkehr in Alltag und Beruf. Nach ausführlicher Anamnese greifen sie zu Ultraschall, Reflex- und sensomotorischen Tests, Bewegungs- oder Ganganalysen, um Schädigungen exakt einzugrenzen. Aus den Befunden leiten sie Therapien wie Krankengymnastik, manuelle Verfahren, Ergotherapie, Balneo- oder Arzneimittelbehandlungen ab und passen sie laufend an den Heilungsverlauf an. Sie bewerten Belastbarkeit sowie Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, erstellen Gutachten für Versicherungen und beraten zu Prävention und gesundheitsförderndem Verhalten. In Klinik- oder Praxisteams koordinieren sie Physiotherapeut/innen, Psycholog/innen und Pflegekräfte. Digitale Patientenakten, Bewegungsdaten aus sensorgestützten Exoskeletten und KI-gestützte Bildanalysen unterstützen dabei Dokumentation und Entscheidungsfindung. Mit passgenauen Maßnahmen erleichtern sie die Rückkehr in Schule, Beruf oder Sport.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern
Dauer5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Wie viel am Ende auf deinem Konto landet, hängt vor allem von der Klinikgröße, deinem Dienstalter und möglichen Bereitschaftsdiensten ab.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin?

Die Facharzt-Weiterbildung ist auf 5 Jahre angelegt. In dieser Zeit rotierst du durch verschiedene Abteilungen und sammelst Praxisnachweise, bevor du die Facharztprüfung ablegst.

Ist der Beruf als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin körperlich anstrengend?

Gewisse körperliche Belastungen gehören dazu: Du stehst oft lange bei Untersuchungen und brauchst einen sicheren Tastsinn sowie eine gute Feinmotorik. Auch Farbsehvermögen und funktionstüchtige Arme und Hände sind wichtig, um Laborbilder oder Bewegungsanalysen korrekt auszuwerten.

Wie sind die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin?

Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin?

Fachärzte/innen nutzen digitale Zwillinge, um virtuelle Organ- oder Gelenkmodelle zu erstellen und Therapien zu planen. Du arbeitest routiniert mit der elektronischen Patientenakte, Klinik- bzw. Praxisverwaltungssystemen und KI-basierten Diagnosetools. Sensorbestückte Exoskelette oder intelligente Implantate auszuwerten gehört ebenfalls zum digitalen Handwerkszeug.

Wie sind die Arbeitsbedingungen in diesem Fach?

Die Tätigkeit bringt viel Patientenverantwortung, Schicht- und Bereitschaftsdienste sowie teamorientiertes Arbeiten in Kliniken mit sich. Du trägst häufig Schutzkleidung, arbeitest an Bildgebungs- und Testgeräten und musst emotional belastende Situationen professionell bewältigen.

Kann man sich als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin selbständig machen?

Ja, viele Fachärztinnen eröffnen eine eigene Praxis oder beteiligen sich an einer Privatklinik. Damit gehen allerdings unternehmerische Aufgaben wie Personalführung, Abrechnung und Marketing einher.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin?

Du kannst dich fachlich vertiefen, etwa in Physiotherapie, Ergotherapie, Medizintechnik oder Hygiene im Gesundheitsbereich. Beliebt sind außerdem Kurse in Gesundheits- oder Case-Management sowie Fortbildungen zu Forschung und Entwicklung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für physikalische und rehabilitative Medizin?

Karriereschritte eröffnen vor allem akademische Zusatzqualifikationen: Ein Master in Gesundheitsmanagement, ‑ökonomie oder Public Health macht dich für Leitungsfunktionen attraktiv. Wer in Klinikleitung oder Wissenschaft aufsteigen will, promoviert meist und kann mit einer Habilitation den Weg zur Chefärztin oder Professorin einschlagen. Zusätzliche Schwerpunktweiterbildungen, z. B. in Sportmedizin, erweitern dein Profil weiter.

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