Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Kinder- und Jugendmedizin
Auch bekannt als: Facharzt/-ärztin für Kinderheilkunde · Facharzt/-ärztin für Pädiatrie ·
Über den Beruf
Kinder- und Jugendärzte und -ärztinnen untersuchen Neugeborene, Kinder und Jugendliche, beurteilen ihre körperliche, psychische und soziale Entwicklung und erstellen individuelle Therapiepläne. Sie hören Herz und Lunge ab, ordnen Labor-, Ultraschall-, Röntgen- oder EKG-Untersuchungen an und verbinden die Ergebnisse zu einer Diagnose. Typische Aufgaben reichen von Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen und Asthmaschulungen über die Behandlung von Infekten, Allergien, Epilepsien oder ADHS bis zur Betreuung schwerer angeborener Erkrankungen. Bei psychosozialen Problemen beraten sie Familien, leiten Konzentrations- oder Kompetenztrainings ein und veranlassen Physio-, Ergo- oder Gesprächstherapien. In Notfällen leiten sie lebensrettende Maßnahmen ein. Nach Operationen überwachen sie den Heilungsverlauf, kooperieren mit Fachkliniken und koordinieren Rehabilitationsprogramme. Jede Maßnahme dokumentieren sie digital, erstellen Gutachten, werten Leistungsdaten aus und rechnen ärztliche Leistungen ab. Digitale Patientenakten, Videosprechstunden und KI-gestützte Bildanalysen unterstützen dabei den Behandlungsalltag.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kinderarzt/Kinderärztin?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.268 € brutto im Monat. Die unteren 25 % starten etwa bei 6.159 €, mit zunehmender Erfahrung ist deutlich mehr möglich, besonders in leitenden Klinikpositionen oder eigener Praxis.
Wie lange dauert die Facharztweiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin?
Die Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin dauert in Vollzeit 5 Jahre. In dieser Zeit rotierst du durch stationäre und ambulante Bereiche und schließt sie mit der Facharztprüfung ab.
Ist der Beruf als Kinderarzt/Kinderärztin körperlich anstrengend?
Kinderärztinnen und ‑ärzte brauchen eine gute körperliche Verfassung. Langes Stehen bei Untersuchungen, häufiges Bücken sowie das Arbeiten in Schutzkleidung belasten Rücken, Arme und Hände, weshalb robuste Gesundheit und sicheres Farbsehen wichtig sind.
Wie sind die Berufsaussichten als Kinderarzt/Kinderärztin?
Die Berufsaussichten als Kinderarzt/Kinderärztin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Kinderarzt/Kinderärztin?
Moderne Kinder- und Jugendmedizin setzt auf elektronische Patientenakten, Praxis- und Krankenhausinformationssysteme. Du solltest Telemedizin anbieten können, Bilddaten mit KI-gestützter Bilderkennung analysieren und 3-D-Scans oder digitale Zwillinge für Diagnostik und Ausbildung nutzen.
Womit arbeitet man als Kinderarzt/Kinderärztin?
Zum Equipment gehören Ultraschall-, EKG-, EEG-, Röntgen- und CT-Geräte ebenso wie Infusions- und Injektionssysteme. Darüber hinaus nutzt du Computerarbeitsplätze mit Patienten-datenbanken, Fachliteratur und klassische Instrumente wie Blutdruckmessgerät, Stethoskop oder Reflexhammer.
Kann man sich als Kinderarzt/Kinderärztin selbständig machen?
Ja, viele Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin eröffnen eine eigene Praxis oder beteiligen sich an einer Privatklinik. Unternehmergeist und betriebswirtschaftliches Know-how sind dabei unerlässlich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Kinderärztinnen und Kinderärzte?
Du kannst dich mithilfe ärztlicher Fachfortbildungen in Humanmedizin spezialisieren oder Kurse zu Medizintechnik, Hygiene, Strahlenschutz, Case Management und Gesundheitsmanagement besuchen. Auch Schulungen in Forschung und Entwicklung halten dich fachlich auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Kinderärztinnen und Kinderärzte?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich durch akademische Zusatzqualifikationen und Leitungsfunktionen. Ein Master in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie, Gesundheitswissenschaft oder Public Health bereitet auf Führungsaufgaben vor; mit einer Promotion kannst du Oberarzt- oder Chefarztposten erreichen. Für eine Professur oder herausgehobene Klinikpositionen wird häufig eine Habilitation verlangt.
