Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie
Auch bekannt als: Pneumologe/Pneumologin · Pulmonologist (m/f)
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für Innere Medizin und Pneumologie diagnostizieren Asthma, COPD, Lungenentzündungen und schlafbezogene Atmungsstörungen. Nach Anamnese und körperlicher Untersuchung setzen sie Laboranalysen, Lungenfunktionstests sowie bildgebende Verfahren wie CT, Ultraschall, Röntgen oder Bronchoskopie ein. Befunde werten sie digital aus und dokumentieren sie in der elektronischen Patientenakte, häufig unterstützt von KI-basierten Diagnosesystemen. Sie entwickeln individuelle Therapiepläne: inhalative oder systemische Medikamente, Desensibilisierung bei Allergien, physiotherapeutische Atemübungen sowie invasive oder nicht-invasive Beatmung. Bei Tumorerkrankungen koordinieren sie die medikamentöse Therapie, führen endoskopische Eingriffe durch und begleiten die Nachsorge. Zudem beraten sie zu Prävention, überwachen chronische Verläufe, passen Dosierungen an, organisieren Stationsabläufe und erstellen Gutachten sowie Leistungsabrechnungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, zusätzlicher Verantwortung in der Klinik oder eigener Praxis sowie regionalen Tarifunterschieden kann dein Einkommen davon nach oben oder unten abweichen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie?
Die fachärztliche Weiterbildung umfasst regulär 6 Jahre in Vollzeit. Entscheidest du dich für Teilzeit, verlängert sich die Dauer entsprechend.
Ist der Beruf als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie körperlich anstrengend?
Der Berufsalltag erfordert eine gute körperliche Verfassung. Du stehst bei Bronchoskopien oder anderen Eingriffen oft lange, brauchst kräftige Arme und Hände für präzise Instrumentenführung und solltest ein einwandfreies Farb- und Fernsehvermögen besitzen, um Gewebeveränderungen sicher zu erkennen.
Wie sind die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie?
Die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Außerdem stehen viele Altersabgänge an, wodurch zusätzliche Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie?
Digitale Kompetenzen gewinnen in der Pneumologie immer mehr an Bedeutung. Du solltest sicher mit der elektronischen Patientenakte, Krankenhaus- und Praxisverwaltungssystemen umgehen und KI-basierte Diagnosesysteme interpretieren können. Wissen über 3-D-Simulationen der Medikamentenverteilung, digitale Zwillinge der Lunge oder den Einsatz von Nano- und Mikrorobotern erweitert dein diagnostisches und therapeutisches Repertoire.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie?
Die Tätigkeit bringt eine hohe Verantwortung für erkrankte Menschen und emotionale Belastung durch schwere Schicksale mit sich. Du arbeitest im Team, nutzt Ultraschall-, Röntgen- und weitere Geräte, dokumentierst am Bildschirm und trägst Schutzkleidung. Präzisions- und Feinarbeit gehört ebenso dazu wie enger Körperkontakt zu Patientinnen und Patienten.
Kann man sich als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie selbständig machen?
Ja, viele Pneumologinnen und Pneumologen eröffnen nach einigen Jahren Berufserfahrung eine eigene Praxis oder beteiligen sich an einer Gemeinschaftspraxis beziehungsweise Privatklinik. Damit übernimmst du nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch betriebswirtschaftliche Aufgaben wie Personalführung und Abrechnung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachärzte/Fachärztinnen für Innere Medizin und Pneumologie?
Regelmäßige Fachfortbildungen reichen von Innere Medizin allgemein über Medizintechnik, Strahlenschutz bis zur Hygiene im Gesundheitsbereich. Du kannst dich zudem in Ernährungsberatung, Gesundheits- und Case-Management oder Forschung weiterqualifizieren, um dein Behandlungsspektrum zu erweitern oder Leitungsaufgaben zu übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie?
Aufstiegschancen eröffnen sich vor allem über zusätzliche akademische Qualifikationen. Eine Promotion erleichtert den Sprung in leitende Klinikfunktionen wie Ober- oder Chefarzt. Ein Master in Gesundheitsmanagement, -ökonomie oder Public Health qualifiziert dich für strategische Aufgaben im Krankenhausmanagement oder in der Gesundheitspolitik. Wer an der Hochschule lehren oder forschen möchte, benötigt meist eine Habilitation, die den Weg zur Professur ebnet.
