Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Auch bekannt als: Kardiologe/Kardiologin · Cardiologist (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Patientenzimmern · in Operationssälen · in Büroräumen · in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer6 Jahre
Offene Stellen5.970

Über den Beruf

Fachärzte und Fachärztinnen für Innere Medizin und Kardiologie diagnostizieren Herzkrankheiten, analysieren Befunde aus EKG, Ultraschall oder Herzkatheter und wählen passgenaue Therapien. Sie starten mit Anamnese und körperlicher Untersuchung, veranlassen Blutanalysen sowie bildgebende Verfahren wie MRT oder Röntgen. Anhand der Ergebnisse ermitteln sie z.B. Rhythmusstörungen, koronare Engstellen oder Herzinsuffizienz. Zur Behandlung verschreiben sie blutdrucksenkende und gefäßerweiternde Medikamente, führen Lysetherapien durch oder beseitigen Engstellen per Ballonkatheter und Stent. Bei Bedarf implantieren sie Herzschrittmacher, nehmen Kardioversionen oder Ablationen vor und sichern in Notfällen schnelle Wiederbelebungsmaßnahmen. Präventionsprogramme, Langzeitkontrollen und Beratung zu Ernährung und Bewegung gehören ebenso dazu wie Nachsorge nach Operationen. Digitale Patientenakten, KI-gestützte Bildauswertung und 3-D-Simulationen unterstützen ihre Entscheidungen. Abschließend dokumentieren sie jeden Schritt, erstellen Gutachten und überwachen die Abrechnung medizinischer Leistungen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern
Dauer6 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes

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Karriere & Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und KardiologieAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Die genaue Höhe hängt vor allem davon ab, ob du an einer Universitätsklinik, in einem kommunalen Krankenhaus oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum beschäftigt bist.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie?

Die Facharztweiterbildung dauert in der Regel 6 Jahre. Sie schließt sich direkt an dein abgeschlossenes Medizinstudium und die Approbation an.

Ist der Beruf als Kardiologe/Kardiologin körperlich anstrengend?

Ja, längeres Stehen bei Untersuchungen oder während Katheter­eingriffen beansprucht Wirbelsäule, Beine und Ausdauer. Zudem brauchst du ein zuverlässiges Sehvermögen und präzise Hand-Auge-Koordination, um feinmotorische Arbeiten sicher auszuführen.

Wie sind die Berufsaussichten als Kardiologe/Kardiologin?

Die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zusätzlich führen viele Altersabgänge dazu, dass weitere Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Kardiologe/Kardiologin?

Digitale Kompetenz wird immer wichtiger: Du solltest mit elektronischen Patientenakten, Krankenhaus­informations­systemen und KI-basierten Diagnosetools sicher umgehen können. Auch 3-D-Simulationen des Herz­flusses, Augmented-Reality-gestützte Katheter­einsätze oder der Einsatz von Mikro­robotern zählen zu den Zukunftstechnologien, die du einschätzen kannst.

Wie sind die Arbeitsbedingungen in der Kardiologie?

Du trägst hohe Verantwortung für Patient/innen und arbeitest eng im Team mit Pflegekräften sowie anderen Ärzt/innen. Präzisionsarbeit an High-Tech-Geräten, regelmäßige Bildschirmarbeit für Dokumentation und der Umgang mit emotional belastenden Situationen – etwa bei Notfällen – prägen den Arbeitsalltag.

Womit arbeitet man als Kardiologe/Kardiologin?

Zum Equipment gehören Blutdruckmessgeräte, EKG- und Ultraschall­systeme, MRT- und CT-Scanner, Herzkatheter, Stents sowie Injektions- und Infusions­technik. Außerdem nutzt du Patientendatenbanken, Befund-Software und rechtliche Unterlagen wie Hygiene- oder Datenschutzvorschriften.

Kann man sich als Kardiologe/Kardiologin selbständig machen?

Ja, viele Fachärzt/innen für Innere Medizin und Kardiologie eröffnen eine eigene Praxis oder beteiligen sich als Teilhaber/innen an Gemeinschafts­praxen oder Privatkliniken. Dafür brauchst du eine Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung sowie Kapital für Räume, Geräte und Personal.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kardiologe/Kardiologin?

Karrierechancen eröffnen sich vor allem über zusätzliche akademische Abschlüsse und Leitungsfunktionen. Ein Master in Gesundheitsmanagement, -ökonomie oder Public Health kann dich für Führungsaufgaben in Kliniken oder Behörden qualifizieren. Mit einer Promotion kommst du leichter in leitende ärztliche Positionen; eine Habilitation wird häufig für eine Professur oder Chefärztin-/Chefarztstellen erwartet.

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