Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie
Auch bekannt als: Infektiologe/Infektiologin · Infectiologist (m/f) · Infectious disease specialist (m/f)
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für Innere Medizin und Infektiologie erkennen, behandeln und verhindern Infektionskrankheiten. Sie sprechen zunächst mit Patient/innen, untersuchen sie körperlich und veranlassen Laboranalysen, Ultraschall-, Röntgen- oder MRT-Aufnahmen. Aus den Befunden leiten sie Diagnosen ab – von bakteriellen Wundinfektionen über Tropenerkrankungen bis zu seltenen Virusleiden – und wählen passgenaue Therapien, etwa Antibiotika, Virostatika oder Antimykotika. Akute Sepsis oder multiresistente Keime behandeln sie häufig gemeinsam mit Intensivmedizin, Chirurgie oder Mikrobiologie. Chronische Verläufe wie HIV oder Hepatitis begleiten sie langfristig und passen Medikamente kontinuierlich an. Im Konsiliardienst beraten sie andere Fachrichtungen und führen infektiologische Visiten durch. Darüber hinaus organisieren sie Impfprogramme, melden meldepflichtige Erkrankungen und unterstützen Gesundheitsämter bei Ausbruchsbekämpfung. Elektronische Patientenakten und KI-gestützte Diagnosesysteme helfen ihnen, Therapien präzise auf einzelne Patient/innen zuzuschneiden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Infektiologe/Infektiologin?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, Zusatzdiensten und der Klinikgröße kann das Einkommen weiter ansteigen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Infektiologin?
Die Facharztweiterbildung in Innerer Medizin und Infektiologie dauert regulär 6 Jahre in Vollzeit. Währenddessen arbeitest du schon als approbierte/r Ärztin/Arzt und sammelst praktische Routine in Klinik oder Praxis.
Ist der Beruf als Infektiologe/Infektiologin körperlich anstrengend?
Der Beruf fordert Belastbarkeit, weil du bei Visiten und Eingriffen häufig lange stehst und präzise Handgriffe ausführst. Robuste Gesundheit, gutes Farbsehen und motorische Geschicklichkeit sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Infektiologe/Infektiologin?
Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch neue Stellen entstehen. Gleichzeitig herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Positionen sind schwer zu besetzen und bieten Bewerber/innen Vorteile. Viele Altersabgänge kommen hinzu, was weitere Chancen eröffnet.
Welche digitalen Skills braucht man als Infektiologe/Infektiologin?
Sicherer Umgang mit elektronischen Patientenakten und Krankenhausinformationssystemen ist Pflicht. Zusätzlich punkten Kenntnisse in KI-gestützten Diagnosesystemen, Simulationen zur Erregerausbreitung, digitalen Zwillingen sowie Praxisverwaltungssystemen und KI-Agenten zur Datenanalyse.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Infektiologe/Infektiologin?
Du trägst eine hohe Verantwortung für kranke Menschen und erlebst emotional belastende Situationen. Teamarbeit, Feinarbeit an medizinischen Geräten, umfangreiche Dokumentation am Bildschirm und das Tragen von Schutzkleidung prägen den Alltag.
Womit arbeitet man als Infektiologe/Infektiologin?
Zum Equipment gehören Blutdruckmesser, Fieberthermometer, Ultraschall-, CT- und MRT-Geräte sowie Infusionspumpen. Außerdem nutzt du Laborbefunde, digitale Patientendatenbanken, Fachliteratur und Büro-IT für Gutachten und Arztbriefe.
Kann man sich als Infektiologe/Infektiologin selbständig machen?
Ja, du kannst dich mit einer eigenen Praxis oder Privatklinik niederlassen. Häufig schließen sich Infektiolog/innen dabei als Teilhaber/innen zu Gemeinschaftspraxen zusammen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Infektiologe/Infektiologin?
Du kannst dich in Innere Medizin, Medizintechnik, Hygiene, Strahlenschutz oder Forschung weiterqualifizieren. Lehrgänge in Gesundheits- und Case-Management öffnen zudem Wege in Leitungsfunktionen oder wissenschaftliche Projekte.
