Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Gefäßchirurgie
Auch bekannt als: Gefäßchirurg/in · Facharzt/-ärztin für Chirurgie/Chirurg/in - Schwerpunkt Gefäßchirurgie · Vascular surgeon (m/f)
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für Gefäßchirurgie untersuchen Arterien und Venen, stellen Diagnosen und wählen geeignete Therapien. Sie führen Gespräche, erheben die Anamnese und nutzen Ultraschall, CT oder angiografische Verfahren, um Engstellen, Aneurysmen oder Thrombosen aufzuspüren. Bei Bedarf operieren sie: Sie weiten verengte Halsschlagadern, legen Bypässe, nähen verletzte Gefäße oder entfernen Krampfadern. Moderne computerassistierte Techniken und minimalinvasive Eingriffe helfen dabei, Gewebe zu schonen und Risiken zu senken. In Notfällen leiten sie lebensrettende Maßnahmen ein. Nach der Operation kontrollieren sie den Heilungsverlauf, verordnen Physio- oder medikamentöse Nachsorge und beraten zu Ernährung, Bewegung und Rauchstopp. Zudem dokumentieren sie jeden Schritt, erstellen Gutachten, kalkulieren Leistungen und koordinieren Pflege- und OP-Teams.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Gefäßchirurg/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung, Zusatzqualifikationen und Leitungsfunktionen kann dein Einkommen noch darüber liegen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Gefäßchirurg/in?
Die fachärztliche Weiterbildung in der Gefäßchirurgie dauert typischerweise 6 Jahre. Du absolvierst sie in Vollzeit an zugelassenen Kliniken und erwirbst dabei sowohl operative Routine als auch wissenschaftliche Kenntnisse.
Ist der Beruf als Gefäßchirurg/in körperlich anstrengend?
Ja, lange Operationszeiten im Stehen verlangen eine belastbare Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände. Ausdauer, gutes Sehvermögen und insgesamt robuste Gesundheit sind wichtig, weil du oft stundenlang präzise arbeiten und dabei Schutzkleidung tragen musst.
Wie sind die Berufsaussichten als Gefäßchirurg/in?
Die Berufsaussichten als Gefäßchirurg/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, offene Stellen zu besetzen – das spielt Bewerbern in die Karten. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Gefäßchirurg/in?
Gefäßchirurgen/innen sollten mit computerassistierter Chirurgie, 3-D-Simulationen und Digitalen Zwillingen umgehen können. Kenntnisse in 3-D- und 4-D-Druck, Bioprinting sowie der Arbeit mit Augmented-Reality-Brillen und der elektronischen Patientenakte erleichtern dir den klinischen Alltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gefäßchirurg/in?
Die Arbeit erfordert hohe Verantwortung für Patienten, Präzisionsarbeit unter Zeitdruck und Umgang mit emotional belastenden Situationen. Du arbeitest im Team, nutzt komplexe Technik, trägst Schutzkleidung und verbringst einen Teil des Tages am Bildschirm, um Befunde zu dokumentieren.
Womit arbeitet man als Gefäßchirurg/in?
Zum Alltag gehören Ultraschallgeräte, CT- und MRT-Scanner, Angiografie-Anlagen, Endoskope sowie Stents und Gefäßprothesen. Außerdem nutzt du Infusionssysteme, EKG- und EEG-Geräte sowie digitale Patientendatenbanken zur Planung und Nachsorge von Eingriffen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Gefäßchirurgen/innen?
Du kannst dich fachlich mit ärztlichen Fortbildungen in Chirurgie, Medizintechnik, Hygiene, Strahlenschutz oder Intensivmedizin tiefer spezialisieren. Kurse in Gesundheits- oder Case-Management sowie Forschung und Entwicklung erweitern deine Karriereoptionen über den OP hinaus.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Gefäßchirurgen/innen?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über zusätzliche akademische Abschlüsse und Führungsaufgaben. Eine Promotion erleichtert dir den Sprung in leitende Klinikpositionen oder die Forschung. Ein Master in Gesundheitsmanagement, -ökonomie oder Public Health kann Türen in Verwaltungs- und Strategierollen öffnen. Mit einer Habilitation qualifizierst du dich für eine Professur oder die Leitung einer Klinikabteilung als Chefärztin bzw. Chefarzt.
