Drechsler (Elfenbeinschnitzer)/Drechslerin (Elfenbeinschnitzerin) Fachrichtung Drechseln – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Drechsler (Elfenbeinschnitzer)/Drechslerin (Elfenbeinschnitzerin) Fachrichtung Drechseln

Auch bekannt als: Holzhandwerker/in - Drechslerei · Tischler/in - Schwerpunkt Drechslerei

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Werkstätten · in Ateliers · in Lagerräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze7

Über den Beruf

Drechsler/innen der Fachrichtung Drechseln fertigen gedrechselte Einzelstücke und Kleinserien wie Baluster, Schubladenknöpfe oder Tabakpfeifen. Sie beraten Kundschaft, übersetzen Wünsche in Skizzen und erstellen Arbeitsmodelle. Danach wählen sie geeignete Hölzer, Kunststoffe oder Edelwerkstoffe, prüfen die Qualität und schneiden Rohlinge zu. An der Drehbank formen sie das Werkstück mit Meißel und Röhre, bei Wiederholteilen auch mit CNC-gesteuerten Maschinen. Zusätzliche Bohr-, Fräs- und Gewindearbeiten prägen das Feintuning. Anschließend behandeln sie Oberflächen durch Schleifen, Beizen, Lackieren oder Ölen und montieren Leim-, Dübel- oder Schraubverbindungen zum Endprodukt. Zum Abschluss kontrollieren sie Maße und Passungen und warten ihre Werkzeuge, damit der nächste Auftrag reibungslos starten kann.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Drechsler/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 23.904 € bis 23.904 € pro Jahr. Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung können das Einkommen nach oben oder unten verschieben.

Wie lange dauert die Ausbildung als Drechsler/in?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. In dieser Zeit wirst du Schritt für Schritt von der Materialauswahl bis zur Oberflächenbehandlung angeleitet.

Welche Schulfächer sind wichtig für Drechsler/innen?

Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik, Kunst und Mathematik. Sie vermitteln dir handwerkliches Geschick, gestalterisches Denken und das Rechnen von Maßen oder Stücklisten.

Ist der Beruf als Drechsler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt kräftige und feinmotorisch geschickte Arme sowie Hände. Zusätzlich sind gutes Farbsehen, widerstandsfähige Haut und belastbare Atemwege wichtig, weil du mit Holzstaub, Lacken und Reinigungsmitteln arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Drechsler/in?

Die Berufsaussichten als Drechsler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering – offene Stellen sind meist schnell besetzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Drechsler/in?

Digitale Kompetenzen sind vor allem im Umgang mit 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und CAM-Systemen gefragt. Damit kannst du Prototypen anfertigen, Werkstücke vermessen und CNC-Maschinen programmieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Drechsler/in?

Lärm, Holzstaub sowie Leim- und Lackdämpfe erfordern Schutzkleidung, und Präzisionsarbeit in Werkstätten oder Produktionshallen gehört zum Alltag.

Womit arbeitet man als Drechsler/in?

Verarbeitet werden Holz, Holzwerkstoffe, Mammutelfenbein oder Bernstein sowie Lacke und Klebstoffe. Zum Einsatz kommen Drehbänke, CNC-gesteuerte Anlagen, Säge- und Schleifmaschinen sowie klassische Meißel und Röhren; Entwurfsskizzen und technische Zeichnungen dienen als Arbeitsgrundlage.

Kann man sich als Drechsler/in selbständig machen?

Nach bestandener Meisterprüfung ist eine Eintragung in die Handwerksrolle möglich, sodass du einen eigenen Drechsler- oder Holzspielzeugmacherbetrieb gründen kannst. Fachverbände unterstützen dich dabei mit Informationen zur Existenzgründung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Drechsler/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über die Meisterprüfung bzw. den Bachelor Professional im Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmacher-Handwerk oder ein Bachelorstudium in Holztechnik. Mit dem Meistertitel leitest du Werkstätten, bildest Nachwuchs aus und darfst dich in die Handwerksrolle eintragen. Ein Bachelor- oder anschließendes Masterstudium in Holztechnik oder Restaurierung von Möbel- und Holzobjekten qualifiziert dich für Entwicklungs-, Führungs- und Denkmalschutzaufgaben.

7 Ausbildungsplätze ansehen