Diakon/Diakonin (evangelisch)
Über den Beruf
Diakone und Diakoninnen der evangelischen Kirche begleiten Menschen in allen Lebenslagen. Sie führen seelsorgerische Gespräche, unterstützen Trauernde und Sterbende und übernehmen Notfallseelsorge. In Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen planen sie Projekte, leiten Bibel- und Ökumenekreise und fördern ehrenamtliches Engagement. Im Gottesdienst lesen sie Lesungen, gestalten Liturgie und organisieren Taufen sowie Gemeindeaktionen. Als Religionspädagogen entwickeln sie Unterrichtseinheiten, nutzen digitale Lernplattformen und unterrichten in Gemeinden oder Schulen. Auf sozialer Ebene vermitteln sie materielle Hilfen, koordinieren Pflegemaßnahmen für kranke oder behinderte Menschen und arbeiten mit kommunalen Gremien sowie diakonischen Trägern zusammen. Durch diesen Mix aus Verkündigung, Pädagogik und praktischer Hilfe stärken sie den Zusammenhalt ihrer Gemeinden.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Berufsausbildung im sozialen, pflegerischen oder erzieherischen Bereich
- Ggf. Berufspraxis
- Mitglied der evangelischen Kirche
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Diakon/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.696 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.550 € und 6.432 €. Verantwortungsebene und Arbeitgebergröße können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Diakon/in?
Die Weiterbildung dauert je nach Bildungsanbieter und Lernform rund 1,5 bis 4 Jahre. Entscheidest du dich für Teilzeit oder berufsbegleitenden Unterricht, verlängert sich die Dauer entsprechend.
Wie sind die Berufsaussichten als Diakon/in?
Die Berufsaussichten als Diakon/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass neue Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Aktuell besteht nur geringer Fachkräftemangel – Stellen werden schnell besetzt, was den Konkurrenzdruck erhöht.
Welche digitalen Skills braucht man als Diakon/in?
Digitale Grundkompetenzen sind Pflicht. Du solltest Lernplattformen und Apps für Unterricht oder Gemeindeprojekte einsetzen können, mit Dokumentenmanagementsystemen arbeiten sowie interaktive Tafeln und Dokumentenkameras bedienen. Auch der sichere Umgang mit Open-Educational-Resources ist gefragt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Diakon/in?
Die Arbeit spielt sich an sehr unterschiedlichen Orten ab – vom Pfarrbüro über Gemeindesäle bis hin zu Krankenhäusern und Klassenzimmern. Du trägst Verantwortung für Kinder, Jugendliche, Senior/innen und Menschen mit Behinderung und musst gefühlsintensive Situationen wie Sterbebegleitung aushalten. Der Mix aus Organisation und unmittelbarer Menschenbegleitung macht den Beruf abwechslungsreich, kann aber mental fordernd sein.
Womit arbeitet man als Diakon/in?
Zum Alltag gehören Gebets- und Gesangbücher, Fach- und Unterrichtsliteratur sowie PC, Telefon, Beamer oder Flipchart für Präsentationen. In der Pflege und Begleitung nutzt du zudem Verbände und andere medizinische Hilfsmittel.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Diakon/in?
Du kannst dich in Theologie, Seelsorge oder Religionspädagogik spezialisieren. Weitere Optionen sind Gemeindearbeit, Jugendarbeit, Familienhilfe, Kranken- und Altenbetreuung, Sterbebegleitung oder Erwachsenenbildung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Diakon/in?
Ein Studium in Religionspädagogik, Gemeindearbeit oder Evangelischer Theologie eröffnet Leitungsfunktionen in Gemeinden, Schulen oder diakonischen Einrichtungen. Damit kannst du strategische Verantwortung übernehmen oder in die kirchliche Bildungsarbeit wechseln.
