Staatlich geprüfter Chemisch-technischer Assistent/Staatlich geprüfte Chemisch-technische Assistentin
Auch bekannt als: Laborassistent/in (Chemie) · Chemical technician (m/f)
Über den Beruf
Chemisch-technische Assistent/innen analysieren Stoffproben, synthetisieren Präparate und halten alle Ergebnisse exakt fest. Sie planen Versuchsreihen, berechnen benötigte Mengen, mischen Lösungen und bauen die Apparaturen auf. Danach steuern sie Messgeräte wie Spektralfotometer oder Chromatografen, werten die Signale digital aus und protokollieren jeden Schritt. Bei Abweichungen melden sie Produktionsbereichen sofort, damit Chargen angepasst werden können. In Forschungslabors prüfen sie in mehrstufigen Tests Eigenschaften neu entwickelter Materialien; im Umweltbereich kontrollieren sie Wasser-, Boden- oder Abgasproben. Gerätedefekte beheben sie oft selbst, führen Reinigungen durch und überwachen Lagerung sowie Entsorgung von Chemikalien nach strengen Sicherheitsvorschriften. Mit Tabellen, Diagrammen und Berichten machen sie komplexe Messdaten verständlich – etwa um zu belegen, dass ein neuer Kunststoff die Norm erfüllt oder ein Flussabschnitt unbelastet ist.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Mind. mittlerer Bildungsabschluss
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Chemisch-technische/r Assistent/in?
Chemisch-technische Assistent/innen verdienen typischerweise 4.378 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Branche liegt die Spanne zwischen 3.545 € und 5.401 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur/m Chemisch-technischen Assistent/in?
Die schulische Ausbildung dauert in Vollzeit in der Regel zwei Jahre. Nimmst du zusätzliche Qualifikationen auf, kann sie sich auf bis zu drei oder vier Jahre verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für Chemisch-technische Assistent/innen?
Besonders wichtig sind Chemie, Physik, Mathematik und Informatik. Gute Grundlagen erleichtern dir das Verständnis von Reaktionen, das Berechnen von Mischungsverhältnissen und die Auswertung von Versuchsdaten am Computer.
Ist der Beruf als Chemisch-technische/r Assistent/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert Präzisionsarbeit mit den Händen, Schutzkleidung und ständiges Stehen im Labor. Du brauchst ein sicheres Farbsehvermögen, gesunde Haut sowie intakte Atemwege, um Dämpfe, Gerüche oder Gefahrstoffe früh zu erkennen.
Wie sind die Berufsaussichten als Chemisch-technische/r Assistent/in?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Positionen werden daher oft schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Chemisch-technische/r Assistent/in?
Digitale Kompetenz ist fester Bestandteil des Jobs. Du solltest Dokumentenmanagement- und Laborinformationssysteme souverän bedienen, um Proben digital zu verwalten und Ergebnisse auszuwerten. Zunehmend arbeitest du zudem mit Wartungs-Robotern oder Datenbrillen, die chemisch-technische Anlagen überwachen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Chemisch-technische/r Assistent/in?
Die Arbeit spielt sich überwiegend im Labor ab, oft im Schichtsystem und unter künstlicher Beleuchtung. Schutzkleidung ist Pflicht, da du mit Chemikalien, Dämpfen oder Stäuben umgehst, und ein Teil deiner Zeit entfällt auf Bildschirmarbeit zur Datenauswertung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Chemisch-technische/r Assistent/in?
Nach der Ausbildung kannst du dich in analytischer Chemie, physikalischer Messtechnik oder naturwissenschaftlicher Labortechnik spezialisieren. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und eröffnen dir Einsatzfelder von Qualitätskontrolle bis Produktionsüberwachung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Chemisch-technische/r Assistent/in?
Ein häufiger Karriereschritt ist die Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Chemietechnik, zum Beispiel mit Schwerpunkt Labortechnik; damit kannst du Laborteams führen oder Produktionsprozesse steuern. Darüber hinaus eröffnet ein Bachelor- oder Masterstudium in Chemie oder Chemieingenieurwesen Perspektiven in Forschung, Entwicklung oder Qualitätsmanagement.
