Bürsten- und Pinselmacher/Bürsten- und Pinselmacherin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Bürsten- und Pinselmacher/Bürsten- und Pinselmacherin

Auch bekannt als: Brush maker (m/f)

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Werkstätten bzw. Produktionshallen · in Lagerräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze4

Über den Beruf

Bürsten- und Pinselmacher/innen fertigen Haar-, Reinigungs- oder Technikbürsten ebenso wie Mal- und Lackierpinsel. Sie wählen passende Tierhaare, Natur- oder Kunstfasern, kämmen, schneiden und bündeln das Besatzmaterial. Mithilfe von Drahtschlingen, Zwingen oder Klebstoff verankern sie die Bündel von Hand im Bürstenkörper oder steuern Stanz- und Stopfautomaten per CAM-Software. Dabei richten sie Maschinen ein, hinterlegen Fertigungsparameter und überwachen den Lauf per App. Fehlstellen beheben sie sofort, warten Schneid- und Pressaggregate und tauschen Verschleißteile. Nach dem Bestücken trimmen sie Bürsten und Pinsel exakt zu, schleifen Holzgriffe und montieren Deckel oder Stiele. Abschließend prüfen sie Zugfestigkeit, Form und Oberflächen, etikettieren die Ware und machen sie versandfertig.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bürsten- und Pinselmacher/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.578 € brutto im Monat. Mit steigender Erfahrung und je nach Betrieb, Branche und Region kannst du zwischen 2.190 € und 3.082 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Bürsten- und Pinselmacher/in?

Die Ausbildung zur Bürsten- und Pinselmacher/in dauert 3 Jahre. Sie schließt mit einer Prüfung in diesem anerkannten Ausbildungsberuf ab.

Welche Schulfächer sind wichtig für Bürsten- und Pinselmacher/innen?

Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik und Mathematik. Mit Werken/Technik lernst du Bindetechniken und den Umgang mit Werkzeugen, während dir Mathematik hilft, Rohmengen und Verschnitt korrekt zu berechnen.

Ist der Beruf als Bürsten- und Pinselmacher/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert vor allem funktionstüchtige Arme und Hände, widerstandsfähige Haut sowie gesunde Atemwege. Du arbeitest häufig manuell mit Borsten, Klebstoffen und Drähten und bist dabei Holzstaub oder Dämpfen ausgesetzt – körperliche Belastbarkeit ist daher wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Bürsten- und Pinselmacher/in?

Die Berufsaussichten als Bürsten- und Pinselmacher/in sind gut. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen und verbessern deine Chancen. Die Konkurrenz unter Bewerber/innen sinkt bis 2040, während viele Altersabgänge zusätzliche Stellen freimachen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, sodass langfristig weniger Jobs entstehen könnten.

Welche digitalen Skills braucht man als Bürsten- und Pinselmacher/in?

Für den Beruf werden solide digitale Kompetenzen in der Produktionssteuerung verlangt. Du richtest computergestützte Fertigungsmaschinen über CAM-Software ein und überwachst die Abläufe per App oder Tablet.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bürsten- und Pinselmacher/in?

Typisch sind Handarbeit mit Präzisionsaufgaben wie das Durchfädeln von Draht sowie der Umgang mit Stanz- bzw. Stopfmaschinen, weshalb Konzentration und Gehörschutz gefragt sind.

Kann man sich als Bürsten- und Pinselmacher/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, weil das Bürsten- und Pinselmacher-Gewerbe zulassungsfrei ist. Du kannst einen eigenen Bürsten- und Pinselmacherbetrieb oder eine auf Technobürsten spezialisierte Werkstatt gründen; eine Meisterprüfung ist nicht verpflichtend, steigert jedoch dein Fachwissen und das Vertrauen von Kund/innen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bürsten- und Pinselmacher/in?

Mit Berufspraxis stehen dir mehrere Aufstiegsmöglichkeiten offen. Du kannst die Meisterprüfung ablegen und als Bürsten- und Pinselmachermeister/in bzw. Bachelor Professional einen Betrieb führen, dich zum/zur Technischen Fachwirt/in weiterqualifizieren oder über ein Studium der Holztechnik in Entwicklung und Management einsteigen.

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