Binnenschiffer/Binnenschifferin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Binnenschiffer/Binnenschifferin

Auch bekannt als: Matrose/Matrosin (Binnenschifffahrt) · Nautische/r Fachmann/-frau - Schwerpunkt FrachtschifffahrtNautische/r Fachmann/-frau - Schwerpunkt PersonenschifffahrtMatrose/Matrosin für BinnenschifffahrtInland bargeman/-woman ·

BerufsfeldVerkehr & Logistik
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze33

Über den Beruf

Binnenschiffer und Binnenschifferinnen navigieren Fracht- und Personenschiffe über Flüsse, Kanäle und Seen. Sie legen Kurse fest, folgen digitalen Binnenkarten und Radarechos und berücksichtigen Wasserstand, Wetter und Verkehrszeichen. Beim An- und Ablegen verholen sie das Schiff, bedienen Winden, Anker und Funk und stellen Schubverbände zusammen. Auf Frachtschiffen planen sie Lade- und Staupläne, überwachen Kräne und Pumpen, sichern die Fracht und regeln das Ballastwasser. Befördern sie Passagiere, kontrollieren sie E-Tickets, geben Sicherheitsanweisungen und leisten im Notfall Erste Hilfe. Regelmäßig inspizieren sie Rumpf, Deck und Maschinen, entfernen Rost, erneuern Lacke und führen kleinere Motorreparaturen aus. Ihre Arbeit hält Schiff und Ladung betriebsbereit und gewährleistet sichere Transporte auf allen Binnenwasserstraßen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Binnenschifffahrt (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Binnenschiffer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.753 € brutto im Monat. Je nach Arbeitgeber, Fahrtgebiet und Erfahrung kannst du zwischen 2.928 € und 4.469 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Binnenschiffer/in?

Die Ausbildung zum/zur Binnenschiffer/in dauert regulär drei Jahre. Während dieser Zeit verbringst du Phasen an Bord und in der Berufsschule.

Welche Schulfächer sind wichtig für Binnenschiffer/innen?

Mathematik, Werken/Technik und Erdkunde/Geografie sind die Schlüsselfächer. Gute Kenntnisse darin erleichtern dir das Berechnen von Treibstoffmengen, das Warten der Technik und das Lesen von Wasserstraßenkarten.

Ist der Beruf als Binnenschiffer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du arbeitest häufig bei Wind und Wetter an Deck, bewegst schwere Taue und musst dich sicher auf schwankendem Untergrund bewegen. Eine robuste Gesundheit, kräftige Arme sowie gutes Seh- und Farbsehvermögen sind daher Pflicht.

Wie sind die Berufsaussichten als Binnenschiffer/in?

Die Berufsaussichten als Binnenschiffer/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher rasch besetzt. Bis 2040 schrumpft zwar die Gesamtbeschäftigung, doch viele altersbedingte Abgänge stehen an, sodass Stellen frei werden. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt langfristig ab.

Welche digitalen Skills braucht man als Binnenschiffer/in?

Digitale Kompetenz wird in der Binnenschifffahrt immer wichtiger. Du solltest mit digitalen Binnenkarten und Navigationssystemen umgehen können, mobile Terminals und E-Ticketing bedienen sowie Fahrerassistenz- oder Simulationstechniken nutzen. Auch Augmented-Reality-Lösungen und automatisierte Bestandskontrollen gehören zunehmend zum Alltag an Bord.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Binnenschiffer/in?

Die Arbeitsbedingungen sind oft rau. Du arbeitest im Freien an Deck, bei Kälte, Hitze, Nässe oder unter starkem Lärm aus dem Maschinenraum und trägst dabei Schutzkleidung wie Gehörschutz oder Rettungsweste. Regelmäßiger Umgang mit Schmierstoffen, Lackdämpfen und schwere Handarbeit gehören dazu, ebenso die Unfallgefahr beim Verholen, Laden und Schleusen.

Womit arbeitet man als Binnenschiffer/in?

Binnenschiffer/innen arbeiten auf Güter- oder Passagierschiffen, Schubverbänden und Fähren. Zur technischen Ausstattung zählen Steueranlagen, Radar, Funk, Kräne, Pumpen und digitale Binnenkarten; an Deck nutzt du Taue, Ankerwinden und Ladegeschirr. Außerdem hast du ständig mit Ladepapieren, Fahrtenbüchern und Bord-PCs zu tun.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Binnenschiffer/in?

Typische Aufstiegspfade führen über die Prüfung zum/zur Binnenschiffermeister/in, die für eigenverantwortliche Schiffsführung und Personalplanung qualifiziert. Entscheidest du dich danach für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Nautik, Schiffs- und Reedereimanagement oder Hafenwirtschaft, kannst du später in die Fahrleitung, Flottendisposition oder das Hafenmanagement aufsteigen.

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