Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst
Auch bekannt als: Hauswirtschaftsrat/-rätin · Landwirtschaftsrat/-rätin ·
Über den Beruf
Beamtinnen und Beamte im höheren landwirtschaftlichen Dienst beraten land- und hauswirtschaftliche Betriebe, analysieren deren Kennzahlen und zeigen neue Vermarktungs- oder Förderwege auf. Sie konzipieren Einzel- und Gruppenberatungen, erstellen Gutachten zu agrarrechtlichen Fragen und setzen aktuelle Fachrechtsvorgaben in die Behördenpraxis um. In Planungs- und Genehmigungsverfahren gestalten sie die ländliche Strukturentwicklung mit und koordinieren agrarwirtschaftliche Förderprogramme. Als Lehrkräfte an Fach- und Berufsschulen oder in der Erwachsenenbildung entwickeln sie Unterrichtsmaterialien und vermitteln aktuelles Fachwissen. Häufig leiten sie Dienststellen, steuern Personal und Budget und vertreten ihre Behörde gegenüber Politik, Unternehmen und Öffentlichkeit. Bei Forschungsprojekten planen sie Versuche, werten Daten aus und veröffentlichen Ergebnisse.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. abgeschlossenes Masterstudium oder gleichwertig anerkannter Hochschulabschluss im passenden Studienfach
- Je nach Bundesland ggf. berufspraktische Tätigkeit, z.B. passende Berufsausbildung oder i.d.R. mind. 1-jähriges Praktikum
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Häufige Fragen
Was verdient man als Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.936 € brutto im Monat. Einstiegsgehälter beginnen häufig bei rund 3.582 €, in höheren Besoldungsgruppen kann es darüber liegen.
Welche Schulfächer sind wichtig?
Für die Beamtenausbildung sind vor allem Management/Organisation, Wirtschaft/Recht, Pädagogik/Psychologie sowie Mitarbeiterführung und -anleitung wichtig. Wenn dir diese Fächer liegen, erleichtert das das Verständnis von Verwaltungsprozessen, Rechtsfragen und Beratungstechniken.
Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst?
Digitale Verwaltungssysteme prägen den Alltag im höheren landwirtschaftlichen Dienst. Fachkräfte arbeiten mit E-Akte, Dokumenten- und Bewerbermanagementsystemen, entwickeln Online-Formulare für Förderanträge, werten Drohnendaten oder Open-Data-Bestände aus und setzen KI-Agenten zur Terminkoordination ein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst?
Die Tätigkeit ist stark reglementiert und erfordert den ständigen Umgang mit Gesetzen, Dienstvorschriften und EU-Richtlinien. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und Sachwerte, hast regelmäßig Kundenkontakt und verbringst viel Zeit an Bildschirm und in Besprechungs- oder Unterrichtsräumen.
Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst?
Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass in den kommenden Jahren Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering, offene Stellen werden also meist schnell besetzt. Bis 2040 steigt zudem die Konkurrenz unter Bewerber/innen, weil Arbeitgeber schneller geeignetes Personal finden.
Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin im höheren landwirtschaftlichen Dienst?
Im Alltag nutzt man Rechts- und Dienstvorschriften, Förderanträge und agrarwirtschaftliche Gutachten als Arbeitsgrundlage. Dazu kommen PC, Internetzugang, Telefon und Präsentationstechnik wie Beamer. Auch wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Haushalts- und Personalunterlagen gehören zum täglichen Handwerkszeug.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Zur fachlichen Vertiefung bieten sich Kurse in Landwirtschaft, Weinbau oder Hauswirtschaft an. Du kannst dich außerdem in öffentlicher Verwaltung, Verwaltungsrecht, Personalwesen, Mitarbeiterführung oder Unternehmensberatung fortbilden, um höhere Leitungsaufgaben zu übernehmen.
