Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (mittlerer technischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin im feuerwehrtechnischen Dienst (mittlerer technischer Dienst)

Auch bekannt als: Brandmeister/in

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsortein Löschfahrzeugen · im Freien, teilweise innerhalb von Gebäuden (Löscheinsätze, Sicherheitswachen) · im Feuerwehrhaus · in Werkstätten · in der Einsatzzentrale · in Büroräumen
Ausbildungsplätze42

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst rücken aus, wenn Menschen, Tiere oder Sachwerte bedroht sind. Sie löschen Brände, retten Eingeschlossene aus Fahrzeugen oder Aufzügen und bergen Personen bei Hochwasser oder Sturmschäden. Mit Messgeräten spüren sie chemische, biologische oder atomare Gefahrstoffe auf und dämmen diese ein. Löschfahrzeuge, Leitern, Rettungsscheren und Drohnen setzen sie gezielt ein und versorgen Verletzte medizinisch, bis der Rettungsdienst übernimmt. Bei Großveranstaltungen stellen sie Brandsicherheitswachen, in Einrichtungen der Bundeswehr sichern sie Starts, Landungen und Munitionsumschläge. In einsatzfreien Stunden warten sie Fahrzeuge und Ausrüstung, erstellen Einsatzpläne und schulen Bürgerinnen und Bürger im vorbeugenden Brandschutz. Erfahrene Kräfte führen als Truppführer/innen kleine Teams oder bedienen als Maschinist/innen Pumpen und Drehleitern, damit im Ernstfall jede Handlung sitzt.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung. abweichende Laufbahnbezeichnungen in den einzelnen Bundesländern
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes bzw. der Bundesländer
Zugangsvoraussetzungen7
  • I.d.R. Hauptschulabschluss mit förderlicher abgeschlossener Berufsausbildung
  • Oder in manchen Bundesländern mittlerer Bildungsabschluss ohne Berufsausbildung
  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung für den feuerwehrtechnischen Dienst, z.B. Atemschutztauglichkeit
  • Fahrerlaubnis Klasse B
  • Ggf. deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze
  • Für den feuerwehrtechnischen Dienst der Bundeswehr zusätzlich: Höchstalter 49 Jahre, deutsche Staatsangehörigkeit nach Art. 116 Grundgesetz, uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft und Bereitschaft zu Auslandseinsätzen
  • Für den feuerwehrtechnischen Dienst der Bundeswehr zusätzlich: Ärztlicher Nachweis der Kraftfahrverwendungstauglichkeit

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Brandmeister/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.110 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.161 € und 6.230 € verdienen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf fordert eine hohe körperliche Belastbarkeit. Im Einsatz musst du schwere Schutzausrüstung und Geräte tragen, Rettungswege mit Äxten oder Sägen öffnen und verletzte Personen in Sicherheit bringen. Arbeiten auf Leitern oder Dächern setzen Schwindelfreiheit und gute Koordination voraus, ebenso Einsätze bei Hitze, Kälte oder Rauch. Eine robuste Gesundheit ist daher unverzichtbar.

Welche digitalen Skills braucht man als Brandmeister/in?

Im Feuerwehralltag kommen zunehmend digitale Systeme zum Einsatz. Du nutzt Digitalfunk BOS für die Kommunikation, wertest Gefahren-Management-Systeme aus und arbeitest mit digitalem Kartenmaterial. Drohnen liefern Luftbilder und Messdaten von Einsatzstellen, vernetzte Einsatzfahrzeuge und Fahrerassistenzsysteme müssen überwacht werden. Berichte, Gebäudepläne und Einsatzdokumente verwaltest du in elektronischen Akten oder Dokumentenmanagementsystemen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Brandmeister/innen arbeiten mit technischen Geräten und tragen bei Einsätzen Schutzkleidung einschließlich Helm, Handschuhen und Atemschutzgerät. Du bist sowohl draußen bei Hitze, Kälte oder Nässe als auch in verrauchten Gebäuden oder großen Höhen im Einsatz. Wartungen finden in Werkstätten statt, Einsatzplanung häufig im Büro.

Wie sind die Berufsaussichten als Brandmeister/in?

Die Berufsaussichten als Brandmeister/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung im feuerwehrtechnischen Dienst wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden noch zügig besetzt. Bis 2040 fällt es Arbeitgebern jedoch zunehmend schwer, Personal zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt. Gleichzeitig gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, was die Zahl der frei werdenden Stellen begrenzt.

Womit arbeitet man als Brandmeister/in?

Im Einsatz nutzt man Einsatzfahrzeuge, Pumpen, Drehleitern und Rollcontainer mit hydraulischen Rettungsgeräten. Du arbeitest mit Atemschutzgeräten, Mess- und Prüfgeräten, Seilzügen, Rettungsscheren, Sägen und Trennschleifern. Für Einsatzplanung und Dokumentation stehen dir PC, Internetzugang und digitale Gebäudepläne zur Verfügung. Bei Lageerkundungen können auch Drohnen zum Einsatz kommen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Aufstieg ist in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst möglich. Mit einem Studium der Sicherheitstechnik oder des Sicherheitsmanagements kannst du Führungsaufgaben übernehmen oder in spezialisierte Behörden und Unternehmen wechseln.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Feuerwehren bieten ein breites Spektrum an Lehrgängen und Seminaren. Du kannst dich zum Beispiel im Brand-, Explosions- und Katastrophenschutz, in Brandmelde- und Löschanlagen, im Umgang mit Gefahrstoffen oder im Rettungsdienst vertiefen. Auch Fortbildungen in Verwaltungsrecht oder öffentlicher Verwaltung bereiten auf Leitungsaufgaben vor.

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