Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst (mittlerer nichttechnischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst (mittlerer nichttechnischer Dienst)

Auch bekannt als: Regierungssekretär/in

BerufsfeldRecht & Verwaltung

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im mittleren nichttechnischen Dienst beim Bundesnachrichtendienst beschaffen weltweit relevante Informationen, analysieren sie und sichern deren Geheimhaltung. Sie werten offene Quellen wie Zeitungen, Rundfunk und soziale Medien ebenso aus wie verschlüsselte Bild- und Tonaufzeichnungen. Die Erkenntnisse führen sie am Computer zusammen, erstellen Berichte und unterstützen Kolleg/innen des gehobenen und höheren Dienstes bei der Anwerbung und Führung von Informanten. Gleichzeitig schützen sie nachrichtendienstliche Kanäle und IT-Systeme vor fremder Aufklärung, prüfen interne Sicherheitsrisiken und wirken an der Auswahl vertrauenswürdiger Mitarbeiter/innen mit. In der Verwaltung bearbeiten sie Personalakten, berechnen Bezüge, planen Dienstreisen und organisieren Kassenvorgänge. So leisten sie Basisarbeit, auf der außen- und sicherheitspolitische Entscheidungen der Bundesregierung aufbauen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener förderlicher Berufsausbildung im kaufmännischen oder verwaltungsfachlichen Bereich
  • Deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst?

Die Bruttobesoldung liegt zwischen 34.308 € und 51.528 € pro Jahr. Wie hoch du eingestuft wirst, hängt von Dienstalter, Erfahrungsstufe und familiären Zuschlägen ab.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Körperlich schwere Arbeit gehört nicht zum Alltag, doch bestimmte Voraussetzungen sind nötig. Du brauchst ein gutes Seh-, Hör- und Sprechvermögen und solltest Stress, Zeitdruck und hohe Verantwortung dauerhaft aushalten können.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst?

Für die Informationsauswertung spielen Daten- und Text-Mining-Tools eine große Rolle. Du solltest mit Audio-Mining-Systemen, Social-Media-Analytics sowie Dokumenten- und Formularmanagementsystemen umgehen können und digitale Akten sicher verwalten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Aufgaben wechseln häufig zwischen Recherche, Analyse, Verwaltung und dem Kontakt zu Quellen, was geistige Flexibilität verlangt. Du trägst dabei eigenverantwortlich für den Schutz personenbezogener Daten und vertraulicher Informationen.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst?

Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Gleichzeitig besteht ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber schneller geeignete Leute finden. Es gibt zwar weniger Nachwuchs als Altersabgänge, die Gesamtbeschäftigung nimmt aber trotzdem zu.

Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin beim Bundesnachrichtendienst?

Zum Alltag gehören Bild- und Tonaufzeichnungen, Telefondaten, Presseberichte sowie spezialgesetzliche Unterlagen. Du nutzt Abhörgeräte, Spezialdatenbanken, PC-Arbeitsplätze und Videokonferenztools, um die Informationen auszuwerten und zu dokumentieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Themenbezogene Lehrgänge reichen von Politik und Verwaltungsrecht über Datenschutzrecht bis zu Rechnungs- und Personalwesen. Mit Berufserfahrung kannst du zudem in den gehobenen Dienst aufsteigen oder ein Studium im Bereich Verwaltungsmanagement absolvieren.