Baumpfleger/Baumpflegerin
Auch bekannt als: Arborist (m/f) · Tree surgeon (m/f)
Über den Beruf
Baumpfleger/innen schneiden Baumkronen, beseitigen Sturmschäden und sanieren kranke Gehölze. Mit Motorsäge, Hubarbeitsbühne oder Seilklettertechnik erreichen sie jeden Ast, entfernen totes Holz und behandeln frische Schnittflächen mit Wundverschlussmitteln. Komplexe Schäden sichern sie, indem sie überlastete Äste abstützen, verschrauben oder versteifen. Lässt sich ein Baum nicht mehr retten, fällen sie ihn kontrolliert, fräsen den Wurzelstock und bereiten das Gelände für neue Bepflanzung vor. Gehölzabfälle häckseln sie oder transportieren schwere Stämme ab. So erhalten Baumpfleger/innen die Verkehrssicherheit von Straßen- und Parkbäumen und fördern einen gesunden Baumbestand.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang eine Ausbildung oder Weiterbildung im gärtnerischen bzw. forstwirtschaftlichen Bereich vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Baumpfleger/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.256 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.762 € und 3.799 € verdienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Die Arbeit findet fast immer im Freien statt und ist dem Wetter ausgesetzt – von Hitze bis Frost und Regen. Motorsägen, Häckselmaschinen und Wurzelstockfräsen erzeugen hohen Lärm, daher ist Gehörschutz Pflicht. Häufig geht es in große Höhen, etwa per Hubsteiger oder Seilklettertechnik, was Trittsicherheit und Absturzsicherung erfordert. Schutzkleidung, Handschuhe und Helm gehören zur Standardausrüstung und vieles passiert im Stehen beziehungsweise in körperlich fordernden Positionen.
Wie sind die Berufsaussichten als Baumpfleger/in?
Die Berufsaussichten als Baumpfleger/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen länger nach passenden Kräften. Viele Altersabgänge werden erwartet, dadurch werden zusätzliche Stellen frei.
Womit arbeitet man als Baumpfleger/in?
Baumpfleger/innen arbeiten mit einer breiten Palette an Geräten und Hilfsmitteln. Motorsägen, Astsägen, Wurzelstockfräsen und Häckselmaschinen übernehmen die grobe Arbeit, Hubsteiger oder Kletterausrüstung sichern den Höhenzugang. Lkw und Traktoren transportieren Stammholz, Terminpläne und Sicherheitsvorschriften begleiten jeden Auftrag.
Kann man sich als Baumpfleger/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einer Baumschule oder einem Betrieb für gärtnerische Dienstleistungen. Fachverbände wie der Bund deutscher Baumschulen (BdB) oder der Zentralverband Gartenbau (ZVG) stellen Informationen zur Gründung bereit.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Nach einigen Berufsjahren stehen mehrere Aufstiegsschritte offen. Meisterabschlüsse wie Gärtnermeister/in Baumschule oder Garten- und Landschaftsbau, Forstwirtschaftsmeister/in oder der Fachagrarwirt/in Baumpflege (Bachelor Professional) erlauben Führungsaufgaben. Wer sich akademisch weiterbilden möchte, kann ein Studium im Gartenbau oder der Forstwissenschaft anschließen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Verschiedene Lehrgänge ermöglichen eine gezielte Spezialisierung. Mit Fortbildungen in Baumpflege, Pflanzenschutz oder Arbeitssicherheit (z.B. Motorsägen- und Baumarbeitenkurse) bleibst du technisch und rechtlich auf dem neuesten Stand.
