Ausbaumanager/Ausbaumanagerin (doppelt qualifizierende Ausbildung)
Über den Beruf
Ausbaumanager/innen steuern in Stuckateur- und Ausbaubetrieben den gesamten Weg vom ersten Kundenkontakt bis zur Schlussrechnung. Sie gewinnen Aufträge, beraten Bauherr/innen zu Stuckornamenten, Trockenbau oder energetischer Dämmung und kalkulieren die Kosten. Dann legen sie den Bauablauf fest, wählen Materialien und Maschinen aus, teilen Fachkräfte ein und kontrollieren Termine sowie Qualität. Anspruchsvolle Stuckarbeiten können sie selbst ausführen und auf der Baustelle den Fortschritt dokumentieren. Im Büro analysieren sie Kennzahlen, prüfen die Wirtschaftlichkeit laufender Projekte und entwickeln Marketing- oder Lean-Management-Konzepte, um neue Geschäftsfelder zu erschließen. So erhält der Bauherr am Ende eine fachgerecht gestaltete Fassade oder einen energieeffizient sanierten Innenraum.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Vorausgesetzt wird die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ausbaumanager/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.710 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.130 € und 4.581 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Ausbaumanager/in?
Die doppelt qualifizierende Ausbildung dauert 3,5 Jahre. In dieser Zeit kombinierst du handwerkliche Praxis mit betriebswirtschaftlichem Know-how.
Welche Schulfächer sind wichtig für Ausbaumanager/innen?
Wirtschaft/Recht, Mathematik, Deutsch und Werken/Technik sind besonders hilfreich, weil sie Grundlagen für Kalkulation, Kundenkommunikation und den Umgang mit Baumaterialien legen.
Ist der Beruf als Ausbaumanager/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll, weil du sowohl auf der Baustelle als auch in größeren Höhen arbeitest. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, eine gute Koordination, Schwindelfreiheit sowie ein sicheres Farb- und Raumsehvermögen.
Wie sind die Berufsaussichten als Ausbaumanager/in?
Die Berufsaussichten als Ausbaumanager/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass das Gesamtangebot an Jobs langfristig kleiner werden könnte.
Welche digitalen Skills braucht man als Ausbaumanager/in?
Gefragt sind 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning, Apps für Planung und Aufmaß, Augmented-Reality-Visualisierung, Building Information Modeling (BIM), Dokumentenmanagement- und ERP-Systeme sowie Vertragsgeneratoren. Damit kannst du Stuckelemente herstellen, Aufmaße erfassen, Baufortschritte teilen und Vertragsunterlagen digital verwalten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ausbaumanager/in?
Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Büro und Baustelle. Du arbeitest am Bildschirm, nutzt Putzmaschine oder Baulaser, trägst Schutzkleidung und bist Lärm, Staub sowie Witterungseinflüssen wie Kälte oder Hitze ausgesetzt.
Womit arbeitet man als Ausbaumanager/in?
Ausbaumanager/innen arbeiten mit digitalen Unterlagen, PC, Telefon und Videokonferenztools ebenso wie mit Baumaterialien wie Gips, Kalk oder Dämmstoffen. Auf der Baustelle nutzt du Putzmaschinen, Messgeräte und Baulaser, um Maße zu prüfen und Materialien fachgerecht aufzutragen.
Kann man sich als Ausbaumanager/in selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich. Mit dem Meistertitel im Stuckateurhandwerk kannst du dich nach Eintragung in die Handwerksrolle mit einem eigenen Stuckateur- oder Maler- und Lackiererbetrieb niederlassen oder einen bestehenden Betrieb übernehmen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ausbaumanager/in?
Weiterbildungsmöglichkeiten reichen von technischen Kursen in Putz-, Stuckarbeiten, Isolierung und Trockenbau bis hin zu Seminaren in Baustellenleitung oder Bauprojektmanagement. Damit kannst du dein Fachwissen vertiefen und dich für Leitungsaufgaben empfehlen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ausbaumanager/in?
Aufstiegsmöglichkeiten bieten dir z.B. Abschlüsse als Betriebswirt/in (HwO) oder ein Studium in Baubetriebswirtschaft, Baumanagement oder Bauingenieurwesen. Damit kannst du Positionen in der Unternehmensführung oder im Projektmanagement größerer Bauvorhaben übernehmen.
