Atemtherapeut/Atemtherapeutin
Auch bekannt als: Atempädagoge/Atempädagogin
Über den Beruf
Atemtherapeuten und Atemtherapeutinnen begleiten Menschen, die ihre Atmung oder Stimme verbessern wollen oder krankheitsbedingt eingeschränkt sind. Sie analysieren Atemmuster, entwerfen individuelle Behandlungspläne und setzen gezielt Übungen wie Tonisierung, Atemmassagen oder Brustkorbgymnastik ein. In den Sitzungen leiten sie Klient/innen an, korrigieren Haltung, lösen Muskelverspannungen und trainieren Artikulation und Stimmführung. Sie entwickeln bei Bedarf Therapievorschläge für Ärztinnen und Ärzte und stehen im Austausch mit Physio-, Logo- und Psychotherapeut/innen. Fortschritte halten sie schriftlich fest, rechnen Leistungen ab und verfassen Berichte. Einige führen Kurse zur Stress- oder Konzentrationsförderung durch oder unterrichten angehende Fachkräfte.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird eine Ausbildung in Atemtherapie oder Atempädagogik vorausgesetzt.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Atemtherapeut/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.374 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Einrichtung kannst du ungefähr zwischen 2.816 € und 3.934 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Atemtherapeut/in?
Die Berufsaussichten als Atemtherapeut/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings finden Arbeitgeber bis 2040 voraussichtlich schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig zunimmt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Atemtherapeut/in?
Die Tätigkeit findet überwiegend in Praxis- und Behandlungsräumen statt und umfasst viel Handarbeit, wenn Patient/innen bei Übungen angeleitet werden. Du arbeitest häufig in engem Körperkontakt mit kranken oder verletzten Menschen und trägst dabei Verantwortung für ihre Sicherheit. In einer eigenen Praxis können unregelmäßige Arbeitszeiten entstehen, weil du dich nach den Terminwünschen deiner Klient/innen richtest.
Womit arbeitet man als Atemtherapeut/in?
Zum Berufsalltag gehören Unterlagen wie Befunderhebungen, Patientendaten und Behandlungspläne. Für praktische Übungen nutzt du Hilfsmittel wie Bälle, Gymnastikbänder oder Schautafeln. PC, Internetzugang und Telefon unterstützen dich bei Dokumentation, Terminplanung und Kommunikation.
Kann man sich als Atemtherapeut/in selbständig machen?
Atemtherapeuten/innen können sich mit einer eigenen Praxis selbständig machen. Dafür organisierst du Räume, passende Ausstattung und die komplette Abrechnung der Leistungen eigenverantwortlich. Kooperationen mit Ärzt/innen oder anderen Therapeut/innen können dabei helfen, Patient/innen zu gewinnen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Atemtherapeut/in?
Es stehen zahlreiche Fachkurse offen, zum Beispiel in Atemtherapie und Atempflege, Stimm- und Sprachtraining oder Gesundheitsförderung. Auch Seminare zu Rhetorik, Gesprächsführung oder medizinischer Dokumentation erweitern dein Profil.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Atemtherapeut/in?
Ein möglicher Schritt ist die Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen, die dich für Leitungsaufgaben qualifiziert. Außerdem kannst du dich mit einem Studium in Komplementärmedizin akademisch weiterentwickeln und vermehrt Verantwortung in Management oder Lehre übernehmen.
