Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Arbeitswissenschaftler/Arbeitswissenschaftlerin

Auch bekannt als: Berater/in - Arbeitswissenschaft · Ergonomist (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Schulungsräumen · an Arbeitsplätzen, z.B. in Fertigungshallen oder Werkstätten · in Betriebsräumen · in Laborräumen · in Bibliotheks- und Archivräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen16

Über den Beruf

Arbeitswissenschaftler/innen untersuchen Arbeitssysteme, messen Belastungen und entwickeln ergonomische Verbesserungen. Dazu beobachten sie Abläufe, führen Interviews und erfassen physiologische Daten wie Herzfrequenz oder Muskelaktivität. Aus Kennzahlen zu Fehlzeiten oder Produktivität leiten sie Schwachstellen ab, vergleichen verschiedene Prozesse und bewerten Risiken für Gesundheit und Sicherheit. Anschließend konzipieren sie Maßnahmen – vom neuen Schichtmodell bis zur Umstellung der Werkzeugauswahl – und stimmen diese mit Fach- und Führungskräften ab. Während der Einführung begleiten sie den Wandel, dokumentieren Fortschritte und justieren nach. Ihre Ergebnisse fassen sie in Berichten, Leitfäden oder Schulungen zusammen. An Hochschulen unterrichten sie Studierende und beteiligen sich an Forschungsprojekten, um Methoden und Modelle weiterzuentwickeln.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in Wirtschaftsingenieurwesen, Gesundheits-, Rehabilitationspsychologie oder Soziologie oder eine Weiterbildung als Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin erwartet. Für Leitungsfunktionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion verlangt, je nach Fachrichtung z.B. als Dr. phil.; dafür braucht man i.d.R. einen Hochschulabschluss wie Master oder Staatsexamen sowie eine Dissertation und eine mündliche Prüfung. Teilweise wird außerdem eine Habilitation vorausgesetzt, u.a. mit Promotion, Habilitationsschrift, mündlicher Prüfung und mehreren wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Arbeitswissenschaftler/ArbeitswissenschaftlerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Arbeitswissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.631 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.491 € und 6.834 €.

Wie sind die Berufsaussichten als Arbeitswissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Arbeitswissenschaftler/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, zudem wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – dadurch sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering: offene Stellen werden meist rasch besetzt, und es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Arbeitswissenschaftler/in?

Für den Beruf als Arbeitswissenschaftler/in sind ausgeprägte digitale Kompetenzen gefragt. Du setzt 3-D-Simulationen ein, nutzt Augmented Analytics für statistische Auswertungen und arbeitest an Business-Process-Management-Systemen mit. Auch Dokumentenmanagementsysteme oder digitale Tafeln in Lehrsituationen gehören zum Alltag.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Arbeitswissenschaftler/in?

Die Tätigkeit verbindet Bildschirmarbeit mit direktem Austausch. Du analysierst Daten am PC, führst aber auch Besprechungen mit Mitarbeitenden und unterrichtest in Schulungsräumen, oft in verantwortlicher Rolle gegenüber Studierenden oder Projektteams.

Womit arbeitet man als Arbeitswissenschaftler/in?

Arbeitswissenschaftler/innen nutzen eine Mischung aus klassischen Unterlagen und digitaler Technik. Du wertest Fragebögen, Messprotokolle und Kennzahlen mit Statistiksoftware am PC aus, speicherst Ergebnisse in Datenmanagementsystemen und präsentierst sie per Beamer oder Online-Tools.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Arbeitswissenschaftler/in?

Für Arbeitswissenschaftler/innen gibt es zahlreiche Weiterbildungsschwerpunkte. Du kannst dich etwa in Ergonomie, Arbeitsgestaltung, betrieblicher Organisation oder speziellen Bereichen der Psychologie sowie im Arbeitsrecht oder in Forschung und Entwicklung weiterqualifizieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Arbeitswissenschaftler/in?

Aufstiegschancen bieten sich vor allem durch Studiengänge. Du kannst zum Beispiel REFA-Ingenieur/in werden oder in die Wirtschaftspsychologie wechseln und so Führungs- oder Beratungspositionen übernehmen.

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