Ambulanter Pfleger/Ambulante Pflegerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ambulanter Pfleger/Ambulante Pflegerin

Auch bekannt als: Health care assistant (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein den Räumlichkeiten der zu betreuenden Personen · in Büroräumen
Offene Stellen5.967

Über den Beruf

Ambulante Pfleger/innen organisieren und leisten häusliche Pflege: Sie erfassen den individuellen Bedarf, erstellen Pflegepläne und passen sie fortlaufend an. Nach ärztlicher Anordnung verabreichen sie Medikamente, wechseln Verbände und kontrollieren Blutdruck, Puls oder Blutzucker. Ebenso helfen sie bei Körperpflege, Nahrungsaufnahme und der Lagerung bettlägeriger Menschen, um Druckgeschwüre oder Thrombosen zu verhindern. Sie beobachten körperliche und seelische Veränderungen, dokumentieren alle Maßnahmen per Pflegesoftware und beraten Patient/innen sowie Angehörige über gesundheitsförderndes Verhalten. Auch organisatorische Aufgaben gehören dazu: Pfleger/innen verwalten Arzneimittel, führen Abrechnungen mit Pflegekassen und beteiligen sich an Qualitätssicherungsprojekten. Durch aktivierende Übungen unterstützen sie eine möglichst selbstständige Lebensführung.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für die Ausübung dieses Berufs und das Führen der Berufsbezeichnung ist ein bestimmter Qualifikationsnachweis erforderlich; bei ausländischen Qualifikationen ist eine Anerkennung nötig. Zudem werden eine pflegerische Aus- oder Weiterbildung im Gesundheitswesen sowie die entsprechende Berufserlaubnis vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ambulante/r Pfleger/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.186 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.523 € und 4.841 €. Mit zusätzlicher Qualifikation oder Leitungsaufgaben kannst du deine Einkünfte weiter steigern.

Wie sind die Berufsaussichten als Ambulante/r Pfleger/in?

Die Berufsaussichten als Ambulante/r Pfleger/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem herrscht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Einziger Wermutstropfen: Es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ambulante/r Pfleger/in?

Die Arbeit bringt viel Verantwortung mit sich, etwa beim sachgerechten Verabreichen von Medikamenten. Du bist häufig in gebückter Haltung, musst Patient/innen umlagern und verbringst den Großteil des Tages im Gehen oder Stehen. Der enge Kontakt zu kranken, alten oder sterbenden Menschen kann seelisch belastend sein. Außerdem gelten strenge gesetzliche Vorgaben, die du exakt einhalten musst.

Womit arbeitet man als Ambulante/r Pfleger/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Medizingeräte wie Inhalations- oder Blutzuckermessgeräte sowie Hilfsmittel wie Katheter, Infusionssysteme und Verbandsmaterial. Für die Pflegedokumentation nutzt du Tablet oder Smartphone und führst digitale Patientenakten.

Kann man sich als Ambulante/r Pfleger/in selbständig machen?

Ja, ambulante Pfleger/innen können einen eigenen ambulanten Pflegedienst gründen. Dafür benötigst du gewöhnlich eine anerkannte Pflegeausbildung, einschlägige Berufserfahrung und die Zulassung durch Pflege- und Krankenkassen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ambulante/r Pfleger/in?

Weiterbildungen reichen von ambulanter Pflege, Haus- und Familienpflege über Gesprächsführung bis hin zu Wundmanagement, Schmerztherapie oder Pflegedokumentation. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und eröffnen dir spezialisierte Aufgabenfelder sowie bessere Verdienstchancen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ambulante/r Pfleger/in?

Mit Berufserfahrung kannst du dich zur/zum Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen qualifizieren. Ein Studium in Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft ebnet dir zusätzlich den Weg zu Leitungs- und Verwaltungspositionen.

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