Alte Musik (Master)
Auch bekannt als: Musiker/in - Alte Musik
Über den Beruf
Musiker/innen für Alte Musik erwecken Werke des Mittelalters, der Renaissance und des Barock mit originalgetreuem Klang. Sie studieren historische Quellen, wählen Instrumente wie Barockvioline, Traversflöte oder Cembalo und passen Spieltechnik sowie Verzierung an die damalige Aufführungspraxis an. Tägliches Üben verfeinert Fingerfertigkeit und Intonation; Proben im Ensemble formen ein stimmiges Klangbild. Vor Konzerten oder Studioaufnahmen planen sie das Programm, stimmen Instrumente und bereiten interpretatorische Details vor. Viele verhandeln eigenständig Honorare, pflegen Kontakte zu Veranstaltern oder Musikverlagen und organisieren Tourpläne. Zusätzlich unterrichten sie, bearbeiten musikwissenschaftliche Themen oder verfassen Rezensionen. So bringen sie ihr Publikum möglichst nah an den ursprünglichen Klang vergangener Epochen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Alte Musik
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren, z.B. Eignungsprüfung
- I.d.R. Beherrschen eines Instruments
Passende Studiengänge16
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Musiker/in für Alte Musik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.962 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.843 € und 7.256 €.
Ist der Beruf als Musiker/in für Alte Musik körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert funktionstüchtige Arme und Hände, weil Instrumente gespielt, gewartet und gepflegt werden müssen. Längeres Proben in statischen Haltungen kann deine Muskulatur belasten, daher helfen Ausgleichsübungen und Pausen, Überlastungen zu vermeiden.
Wie sind die Berufsaussichten als Musiker/in für Alte Musik?
Die Berufsaussichten als Musiker/in für Alte Musik sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel 2023 gering – offene Stellen werden deshalb schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Musiker/in für Alte Musik?
Der sichere Umgang mit Selfpublishing-Plattformen ist wichtig, um eigene Aufnahmen selbst vertreiben zu können. Du profitierst außerdem von Wearable Technology wie Smart-Watches mit Metronom-Apps, die das Üben und die Konzertvorbereitung unterstützen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Musiker/in für Alte Musik?
Die Arbeit erfolgt überwiegend in Proberäumen, Konzertsälen und Studios und ist an unregelmäßige Zeiten wie Abend- oder Wochenendtermine gekoppelt. Du spielst oft unter hoher Schallbelastung, musst längere Zeit in instrumententypischen Haltungen verharren und dabei präzise Fingerarbeit leisten.
Kann man sich als Musiker/in für Alte Musik selbständig machen?
Ja, viele Musiker/innen für Alte Musik arbeiten freiberuflich. Du kannst als Solokünstler/in auftreten, eine eigene Musikbildungsstätte gründen oder eine Agentur für kulturelle Events aufbauen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Musiker/in für Alte Musik?
Im Anschluss an den Master kannst du dich in Bereichen wie Musik (allgemein), Chor- und Orchesterleitung, Musikpädagogik oder Musikmanagement weiterbilden. Solche Angebote vertiefen dein künstlerisches Profil oder qualifizieren dich für Leitungs- und Unterrichtsaufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Musiker/in für Alte Musik?
Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen sich vor allem durch eine Promotion in Alte Musik, Musikwissenschaft oder Musikpädagogik, die den Weg in Forschung und Hochschullehre ebnet. Danach kannst du über eine Habilitation eine Professur anstreben oder dich als künstlerische/r Leiter/in eines Barockorchesters beziehungsweise Chefdirigent/in profilieren.
