Agrarwissenschaftler/Agrarwissenschaftlerin / Agrarökonom/Agrarökonomin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Agrarwissenschaftler/Agrarwissenschaftlerin / Agrarökonom/Agrarökonomin

Auch bekannt als: Agronom/in · Agrarwissenschaftler/inAgricultural economist (m/f)Agricultural scientist (m/f) ·

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Freien (z.B. auf Anbau- oder Versuchsanbauflächen) und in Tierställen · in Labors · in Hörsälen und Seminarräumen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Agrarwissenschaftler/innen und Agrarökonom/innen steuern die Erzeugung und Vermarktung von pflanzlichen sowie tierischen Produkten. Sie planen Arbeitsketten vom Acker bis zur Verarbeitung, kalkulieren Kosten und optimieren den Mitteleinsatz. Dazu entwickeln sie Saat-, Futter- und Düngemittel oder testen neue Landmaschinen im Versuchsanbau. Aus Versuchsdaten leiten sie Empfehlungen für Erträge, Qualität und Umweltschutz ab. Im Vertrieb erklären sie Landwirt/innen die Wirkung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, führen Preisverhandlungen oder beschaffen Rohstoffe für Lebensmittelbetriebe. Auf politischer Ebene analysieren sie Agrarmärkte, erstellen Stellungnahmen und prüfen Förderprogramme. Oft übernehmen sie Leitungsaufgaben, koordinieren Mitarbeitende und beraten Behörden, Verbände oder internationale Projekte etwa zum Aufbau von Biogas- und Biomasseanlagen. So prägen sie Entscheidungen entlang der gesamten Agrarwertschöpfungskette.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Agrarwissenschaft verlangt. Für Führungsaufgaben oder spezialisierte Tätigkeiten ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. als Dr. phil., oder eine Habilitation vorausgesetzt.

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Karriere & Weiterbildung

Agrarwissenschaftler/Agrarwissenschaftlerin / Agrarökonom/AgrarökonominAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Agrarwissenschaftler/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.311 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.158 € und 6.576 €. Mit mehr Verantwortung, etwa in leitenden Positionen oder Spezialgebieten, kann dein Einkommen weiter steigen.

Ist der Beruf als Agrarwissenschaftler/in körperlich anstrengend?

Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil du regelmäßig im Freien arbeitest und Proben auf Feldern oder in Ställen nimmst. Eine robuste Gesundheit, funktions­tüchtige Arme und Hände sowie widerstands­fähige Haut und gesunde Atemwege sind wichtig, um mit Chemikalien, Staub oder Tierhaaren umgehen zu können.

Wie sind die Berufsaussichten als Agrarwissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Agrarwissenschaftler/in sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Positionen werden derzeit schnell besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber leichter Personal finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Agrarwissenschaftler/in?

Digitale Technik gehört fest zum Arbeitsalltag. Du setzt Agrarroboter, Drohnen, automatische Fütterungs- und Melksysteme oder Teilbreitenschaltungen ein und planst deren Einsatz. Farm-Management-Systeme, Business-Process-Management-Software und digitale topografische Karten helfen dir, Betriebsprozesse und Flächen präzise zu steuern.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Agrarwissenschaftler/in?

Die Arbeitsbedingungen sind vielseitig und wechseln zwischen Büro, Labor, Freiland und Stall. Du trägst Personal- und Kundenverantwortung, beachtest zahlreiche Vorschriften etwa zum Umwelt- und Lebensmittelrecht und arbeitest sowohl an Bildschirmen als auch mit Landmaschinen oder Labortechnik.

Womit arbeitet man als Agrarwissenschaftler/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Landmaschinen, Milchkühl- und Futteranlagen, Analyse- und Laborgeräte sowie GIS-Software zur Auswertung von Geodaten. Außerdem nutzt du Betriebs- und Marktanalysen, Förder­richt­linien, Termin- und Prüfpläne sowie gängige Büroausstattung wie PC, Internet und Telefon.

Kann man sich als Agrarwissenschaftler/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, zum Beispiel mit einem eigenen oder gepachteten landwirtschaftlichen Betrieb. Auch freiberufliche Tätigkeiten als Sachverständige/r, Unternehmensberater/in oder im Agrarfachhandel sind gängige Wege, um auf eigene Rechnung zu arbeiten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Agrarwissenschaftler/in?

Fachliche Kurse reichen von Pflanzenschutz, Tierzucht und Weinbau über Umwelt- und Naturschutz bis hin zu Forschung und Entwicklung. Ergänzend kannst du dich in Vertrieb, Verkauf oder Projektmanagement fortbilden, um betriebs­wirtschaftliche Kompetenzen auszubauen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Agrarwissenschaftler/in?

Mit Berufserfahrung und einem Studium in Agrarwissenschaft, Agrarmanagement oder Gartenbau kannst du Leitungspositionen in Betrieben, Verbänden oder Behörden übernehmen. Solche Master- oder MBA-Programme vertiefen Management- und Forschungskompetenzen und ebnen dir den Weg ins obere Management.

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