Geprüfter Abwassermeister/Geprüfte Abwassermeisterin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Abwassermeister/Geprüfte Abwassermeisterin

Auch bekannt als: Meister/in in der Ver- und Entsorgung (Abwasser) · Senior wastewater specialist (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortean Leitständen · im Freien · in Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen40

Über den Beruf

Abwassermeister/innen steuern den Betrieb von Kläranlagen und Kanalnetzen. Sie prüfen Zulaufmengen und Analysewerte, interpretieren Messdaten am Leitstand und greifen bei Störungen sofort ein. Dabei entscheiden sie über Wartungs- und Reparaturmaßnahmen, koordinieren Fachkräfte und kontrollieren, dass Pumpen, Belüftungsbecken und Filterstufen einwandfrei laufen. Auch die fachgerechte Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm liegt in ihrer Verantwortung. Bei Verdacht auf unerlaubte Einleitungen lassen sie Proben nehmen und stimmen sich mit Behörden ab. Abwassermeister/innen planen den effizienten Einsatz von Maschinen, erarbeiten Investitionsvorschläge und dokumentieren alle Betriebsdaten in Berichten und Betriebstagebüchern. Als Ausbilder/innen wählen sie Personal aus, erstellen Dienstpläne und führen Mitarbeitende an neue Aufgaben heran.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen6
  • I.d.R. Berufsausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung oder Fachkraft für Abwassertechnik
  • Oder Berufsausbildung als Ver- und Entsorger/in mit elektrotechnischer Qualifikation
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
  • Alternativ Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf + elektrotechnische Qualifikation + danach mind. 3 Jahre Berufspraxis
  • Alternativ mind. 3 Jahre Berufspraxis + elektrotechnische Qualifikation + danach mind. 3 Jahre Berufspraxis
  • Elektrotechnische Qualifikation mit Fertigkeiten und Kenntnissen, z.B. Messgeräte auswählen und handhaben, Schaltpläne lesen, Sicherungen und Messeinrichtungen prüfen und austauschen, Betriebsstörungen beurteilen, Batterieanlagen einsetzen, prüfen und warten

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Abwassermeister/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.047 € brutto im Monat. Je nach Region, Arbeitgeber und Verantwortung kannst du zwischen 5.115 € und 6.961 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Abwassermeister/in?

Die Dauer ist je nach Bildungsanbieter, Unterrichtszeit und Lernform unterschiedlich. Vollzeitlehrgänge dauern oft nur wenige Monate, berufsbegleitende Modelle können sich über ein bis zwei Jahre erstrecken.

Welche digitalen Skills brauchen Abwassermeister/innen?

Abwassermeister/innen arbeiten zunehmend datengetrieben. Kenntnisse in Sensorik, digitalem Wassermanagement und Predictive Maintenance helfen dir, Störungen früh zu erkennen und Anlagen effizient zu steuern. Auch der Umgang mit Laborinformationssystemen, Dokumentenmanagement und gelegentlich Drohnen- oder 3-D-Laserscans für Kanalinspektionen ist gefragt.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine robuste Gesundheit. Kontrollgänge im Freien, Schachtbegehungen und Wartungsarbeiten an Maschinen verlangen funktionstüchtige Arme und Hände, gutes Koordinationsvermögen und ein belastbares Nervensystem. Gerüche, Nässe und wechselnde Witterung gehören ebenfalls dazu.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Du wechselst zwischen Leitstand, Büro, Labor und Außengelände. Verantwortung für Personal, Sachwerte und die Einhaltung zahlreicher Umweltvorschriften prägt den Alltag. Neben Bildschirmarbeit bedienst du Pumpen, Pressen und Messgeräte und arbeitest teilweise bei Hitze, Kälte oder starkem Geruch.

Wie sind die Berufsaussichten als Abwassermeister/in?

Die Berufsaussichten als Abwassermeister/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 und es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Womit arbeitet man als Abwassermeister/in?

Zum Alltag gehören Messgeräte zur Bestimmung des pH-Werts, Pumpen, Pressen und weitere Anlagen der Abwasserreinigung. Du nutzt außerdem PCs, Dokumentenmanagementsysteme und technische Unterlagen, um Dienstpläne, Statistiken und Berichte zu erstellen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mit Erfahrung kannst du dich zur/zum Internationalen Meister/in oder Technischen Betriebswirt/in weiterqualifizieren. Ein späteres Studium in Abfall- und Entsorgungstechnik oder Umwelttechnik eröffnet zusätzliche Führungs- und Planungstätigkeiten.

40 Stellenangebote ansehen